Verpackungsdesign im E-Commerce — Produkte richtig in Szene setzen

Alles Wichtige rund um’s Thema Verpackungsdesign findest du hier auf einen Blick!

7. Juli 2021
7 Minuten lesen
Verpackung designen

Verpackung als Marketinginstrument

Das Verpackungsdesign ist ein wichtiger Faktor, der keinesfalls unterschätzt werden darf, wenn es um die Verkaufsförderung eines Produktes geht. In den meisten Fällen entscheiden wir uns nämlich für die Produkte, die uns optisch ansprechen. Ein Beispiel: Statt Preise oder Inhaltsstoffe eines Duschgels zu vergleichen, ist in der Regel doch die Gestaltung der Verpackung der Grund für eine Kaufentscheidung. Deshalb ist es wichtig, insbesondere im Internethandel, auf clevere Produktverpackungen zu setzen. Damit schafft man einen großen Kaufanreiz, wenn nicht sogar den größten. Deshalb sind Produktverpackungen fürs Marketing von Bedeutung. Im folgenden Artikel erklären wir dir nun alles, was du für ein gutes, eigenes Verpackungsdesign wissen solltest.

Nachhaltigkeit bei der Verpackung

Ein Thema, das so wichtig ist, dass es direkt zu Beginn angesprochen werden muss, ist die Nachhaltigkeit bei Verpackungen. Glücklicherweise gibt es gute Möglichkeiten, Produktverpackungen umweltfreundlich zu gestalten. Um nachhaltig zu sein, sollten die Rohstoffe, die für die Verpackungen verwendet werden, ressourcenschonend gewonnen werden. Zu Rohstoffen, die gut für Umwelt und Verpackung zugleich sind, zählen unter anderem:
  • Bambus, da er unheimlich schnell nachwächst,
  • Papier, weil es leicht zu recyclen ist,
  • oder Karton, da es ebenso wiederverwertet werden kann und biologisch abbaubar ist.
Sie sind zudem besonders umweltfreundlich, weil die einzelnen Schritte, die es von dem Rohstoff bis hin zur fertigen Verpackung braucht, relativ wenig Ressourcen beanspruchen. Im Vergleich dazu ist Plastik sowohl in der Produktion schädlicher, als auch später beim entsorgen, da es nicht abbaubar ist.

Welche Verpackungsmöglichkeiten gibt es?

Um Produkte zu verpacken, gibt es schier unendliche Möglichkeiten. Wir haben dir die üblichen Varianten zusammengefasst:
  1. Schachteln: Schachteln sind typische Produktverpackungen und treten in unterschiedlichen Formen auf. So gibt es beispielsweise Faltschachteln, Schiebeschachteln oder — vermutlich am gängigsten — Klappschachteln.
  2. Pappröhren: Pappröhren erleben besonders in der letzten Zeit eine steigende Beliebtheit. Der Vorteil von Pappröhren als Verpackung ist nicht nur die spezielle Optik, sondern auch, dass man die Verpackung nach Auspacken des Produktes für viele weitere Zwecke nutzen kann. Beim Verbraucher kommen solche Verpackungen demnach häufig gut an.
  3. Taschen und Umschläge: Damit sind kleinere Versandbeutel oder Tüten gemeint. Diese Form eignet sich besonders für kleine Produkte. Umschläge sind als Verpackungsmöglichkeit meist innen gepolstert, sodass das Produkt gut geschützt ist. Im E-Commerce wird oft Schmuck mit einem Umschlag an den Kunden versendet. Es ist einfach und schlicht, aber schützt das Produkt hervorragend.
  4. Produktetiketten: Gehört zwar nicht ganz zu Verpackungen, aber definitiv zum Thema Verpackungsdesign — Aufkleber aller Art! Egal, ob auf Flaschen, Tassen oder Shampooflaschen, eine Produktetikette wird nahezu immer eingesetzt.
  5. Personalisierte Packbänder: Diese Helferlein verleihen deinen Produktverpackungen eine ganz persönliche Note: Mit dem Namen deiner Marke oder deines Shops beschrifteten Packbändern machst du dein Verpackungsdesign einzigartig und schaffst einen Wiedererkennungswert. Meist sind solche Packbänder Klebebänder, die sich leicht auf den Produktverpackungen anbringen lassen.
  6. Füllmaterial: Auf das Innere kommt es an! Dieses Mantra ist auch für das Verpackungsdesign von Bedeutung. Es entscheidet über den Gesamteindruck von deinem Produkt. Es macht schließlich einen Unterschied, ob der Kunde das Päckchen aufmacht und nur einen wilden Haufen an Füllmaterial und Produkt vorfindet, oder ob ihn beim Öffnen ordentlich angerichtetes Seidenpapier in den Farben deiner Marke erwartet. Zum Beispiel gibt es:
  • Füllchips (die aber idealerweise aus dem Umweltaspekt aus Papier bestehen sollten),
  • Seidenpapier,
  • Packpapier,
  • Holzwolle.
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Welche Eigenschaften sollte meine Verkaufsverpackung besitzen?

Mehrere Eigenschaften sollte deine Verkaufsverpackung aufweisen, damit sie zum einen als wiedererkennbares Produkt deiner Marke bzw. Shops wird und damit sie zum anderen auf dem hart umkämpften E-Commerce nicht zum Negativfaktor deines Handels wird.
  1. Schutz vor Beschädigung: Das allerwichtigste ist, dass deine ausgewählte Produktverpackung die transportierte Ware ideal schützt. Schließlich soll das Produkt den Kunden unbeschädigt erreichen. Je nach Produkt ist es natürlich unterschiedlich, wie stark ein Schutz gefordert ist.
  2. Verpackungsmüll reduzieren: Damit ist gemeint, dass der Müll, der bei dem Versand deines Produktes entsteht, möglichst gering gehalten werden sollte. Das schont nicht nur unsere Umwelt, sondern freut auch den Kunden, der nach dem Auspacken nicht Unmengen an unnötigem Verpackungsmaterial entsorgen muss.
  3. Kostengünstigen Versand ermöglichen: Um wettbewerbsfähig zu bleiben, sind niedrige Versandkosten wichtig. Diese erreichst du, indem du zum einen bei den Beschaffungskosten für deine Verpackungen sparsam bist und auch sonst billige Versandwege wählst. Den Kunden wird's freuen! Jedoch: Zu günstige Versandmethoden können Abstriche bei der Qualität bedeuten. Das solltest du in jedem Fall vermeiden.
  4. Bequeme Produktentnahme: Keiner möchte stundenlang das Paket auspacken, auf das man sich in den letzten Tagen so sehnlichst gefreut hat. Deshalb solltest du eine geschickte Verpackung für dein Produkt wählen, die es erlaubt, die Ware unkompliziert zu entnehmen.
  5. Wiedererkennungswert: Dieser Punkt ist wahrscheinlich einer der wichtigsten: Das Design deiner Verpackung sollte natürlich zu deiner Marke passen und somit deinen persönlichen Wiedererkennungswert unterstützen. Nur ein stimmiges Gesamtbild sorgt dafür, dass dein Shop tatsächlich in den Köpfen der Kunden bleibt.
  6. Auspackerlebnis fördern: Als E-Commerce-Shop muss man sich gegen sämtliche Mitbewerber durchsetzen. Ein Weg, um dies einfacher zu erreichen, ist das Auspacken für den Kunden besonders interessant zu gestalten. Das geschieht beispielsweise, indem du dein Produkt mit besonders hochwertigen Materialien verpackst oder mit Deko verzierst. Das ist natürlich auch von der Produktart abhängig: Nehmen wir mal an, du würdest Lavendelseife vertreiben. Da bietet es sich natürlich an, die eingepackte Seife zusätzlich mit einem getrockneten Lavendelzweig zu schmücken.
Darüber hinaus gibt es noch Dinge zu beachten, die nicht für den Kunden, sondern für dich als Verkäufer eine Rolle spielen. Dazu zählt etwa, dass die Marge, also der Unterschied zwischen den Produktionskosten und dem, was du an Gewinn mit dem Verkauf erzielst, nicht zu gering sein darf. Es soll sich ja schließlich wirtschaftlich für dich lohnen. So verlockend manche kreative Verpackungsart auch sein mag — behalte die Kosten im Blick!

Was muss ich beim Verpackungsdesign für das eigene Produkt beachten?

Es gilt einige Punkte zu beachten, damit die Verpackung für das eigene Produkt besonders wird. Wenn du diese Aufgabe lieber an Experten übergeben möchtest, kannst du dich auf Fiverr umsehen: Hier übernehmen erfahrene Freelancer gerne die Gestaltung deines persönlichen Verpackungsdesigns!
Am allerwichtigsten ist es, dass dein gewähltes Design zum Produkt passt. Andernfalls wirkt das unautenthisch und Authentizität wird auch im E-Commerce heute groß geschrieben.
Als nächstes solltest du auf deine Zielgruppe achten: Wird sie mit der Art der Produktverpackung angesprochen? Die Zielgruppenanalyse ist wichtiger Bestandteil des Prozesses und sollte nicht vernachlässigt werden.
Außerdem sollte dein eigenes Verpackungsdesign zu dem Corporate Design deiner Marke passen. Versuche deine Hausfarben und Schriftarten auch auf die Verpackungen anzuwenden, sodass die Kunden eindeutig erkennen können, dass dieses Produkt von deiner Marke stammt.
Eine weitere Herausforderung wird es sein, sich durch die eigene Verkaufsverpackung vom Rest der Konkurrenten abzuheben. Individuelle, einzigartige Designs sind in der Masse an Produkten gar nicht so leicht zu erreichen. Studiere deshalb unbedingt die Verpackungsdesigns deiner nächsten Konkurrenten und versuche etwas Eigenes zu kreieren.
Auch wichtig ist es, das Design nicht zu überladen. Minimalismus ist derzeit sowieso total im Trend und wird es auch lange bleiben, da es zeitlos und für das menschliche Auge deutlich ansprechender ist, als wild zusammengewürfelte Muster, Farben und Schriftzüge.Du bist dir unsicher, ob du die technischen Fertigkeiten besitzt, um ein perfekt passendes Design für deine Produkte zu erstellen? Auf Fiverr findest du viele Grafikdesigner, die dir gerne ein individuelles Verpackungsdesign gestalten.
Zuletzt sollte dein Verpackungsdesign mit allen nötigen Informationen bedruckt sein. Das können Inhaltsstoffe sein oder je nach Produkt auch nur dein Markenname.

Welche Informationen gehören auf die Verkaufspackung?

Was alles auf der Verkaufspackung stehen sollte, ist natürlich abhängig davon, was für ein Produkt du verkaufst. Es gibt jedoch auch rechtliche Bestimmungen dazu, was alles auf die Verpackungen gehört.
Die Vorderseite: Auf die Vorderseite gehören einige Information, die teils auch rechtlich verpflichtend sind. Dazu zählt zuerst eine Angabe über die Anschrift des Herstellers. Somit muss auch der Firmenname auf der Verpackung angegeben werden. Außerdem solltest du dein Logo sowie Inhalts- und Mengenangaben auf der vorderen Seite anbringen.
Du hast zwar schon deine Produkte entwickelt, doch ein passendes Logo fehlt noch? Auf Fiverr findest du tatkräftige Unterstützung: Zahlreiche Logo-Designer warten nur darauf, dir dein kreatives Markenlogo zu kreieren!
Die Rückseite: Die Rückseite wird mit weiteren Informationen gefüllt, die dem Verbraucher mehr Angaben zum Produkt liefern. Informationstexte, Zusatzinfos und gegebenenfalls nochmals das Logo sowie der Produktname sollten nicht fehlen. Auch QR- und Strichcodes sind eine gute Idee, um den Kunden weiter mit dem Produkt oder der Marke zu beschäftigen. Über einen QR-Code könntest du dem Kunden beispielsweise weitere Informationen über das Produkt zur Verfügung stellen. Ganz wichtig ist es, Kennzeichnungspflichten nachzukommen. Zum einen sind Hersteller verpflichtet, die Materialart der Verpackung offenkundig zu benennen und zum anderen müssen Angaben über sonstige Siegel, wie etwa das Umweltsiegel, gemacht werden. 

Was muss ich für Kosten einplanen beim Produktverpackungsdesign?

Hier findest du die Kosten im Überblick, die auf dich zukommen könnten:
  • Zuerst solltest du die Kosten im Blick halten, die sich einmalig ergeben. Wenn du dich nicht selbst an das Design herantraust, kannst du einen Designer damit beauftragen. Hierfür musst du natürlich die Bezahlung einplanen. Die Höhe der Summe ist dabei sehr unterschiedlich. 
  • Dann kommen die Stückkosten hinzu. Damit ist gemeint, dass das Material und der Druck gezahlt werden müssen. Diese sind in der Regel überschaubar, viele Anbieter bieten Verpackungen schon ab wenige Cent an, insofern größere Mengen erworben werden.
  • Zuletzt stehen die Versandkosten an. Diese sind idealerweise so gering wie möglich zu halten, um den Kauf für den Kunden attraktiver zu machen. Einen niedrigen Versandkostenbetrag kannst du dadurch erreichen, dass deine Verkaufsverpackung am besten so leicht wie möglich und die Größe an die zu verschickenden Ware angepasst ist.

Was benötige ich um meine Verpackung bedrucken zu lassen?

Bevor du dein gewünschtes Verpackungsdesign in Auftrag gibst, solltest du über druckfertige Dateien verfügen. Das bedeutet, alle Maße und Größenverhältnisse stimmen übereinander ein. Andernfalls entstehen ärgerliche Produktionsfehler, die du mit etwas Sorgfalt von vornherein umgehen kannst. Ein sehr nützliches Tool, um sicherzugehen, dass das Design detailgetreu ist und alle Maße korrekt sind, ist Dieline. Damit gestaltest du dann deine Vorder- und Rückseite.
Info: Dieline ist eine Art Platzhalter, der dafür sorgt, dass du während der Gestaltung des Designs das richtige Layout beibehältst.
Falls noch Änderungen am Verpackungsdesign vorgenommen werden könnten, ist es hilfreich, Quelldateien stets parat zu haben.
Zum Schluss brauchst du — wenn du das Verpackungsdesign hast anfertigen lassen — vom Designer die entsprechende Einverständnis, dass er alle Rechte an dich für die kommerzielle Nutzung des Designs abtritt. Erst dann bist du sicher, dass du im Fortlauf in keine rechtlichen Bredouillen bezüglich des Verpackungsdesigns gerätst.