Mit Onlineshop Marketing zu mehr Umsatz

Erfahre wie du dein Onlineshop bewerben und dich bei der Konkurrenz durchsetzen kannst

3. August 2026
9 Minuten lesen
Online Shop Marketing

Der Onlinehandel boomt. Überall gibt es das beste Produkt zum fairsten Preis. Aber wenn jeder das beste Produkt und die besten Features hat, wie unterscheidet man sich vom Mitbewerber oder der Mitbewerberin? Wie bekommt man die nötige Aufmerksamkeit? Und noch viel wichtiger: Wie überzeugt man den Kunden oder die Kundin? Marketing, gerade online, ist daher heutzutage unerlässlich. Denn das tollste Produkt mit den außergewöhnlichsten Features hilft nichts, wenn niemand davon weiß.

Erfolgsgeschichten gibt es viele: Zalando, eventim oder MyMuesli die erst, nachdem sie ihren Onlineshop etabliert hatten anfingen nach und nach Filialen in der analogen Welt zu eröffnen. Wie haben diese Unternehmen es geschafft, sich durchzusetzen? Schafft das jeder? Wie kannst du deinen Onlineshop bewerben und das eigene Business ausbauen?

Die 10 wichtigsten Aspekte beim Onlineshop Marketing:

1. KPIs für Onlineshop Marketing

Seitenaufrufe, die Anzahl der Konversionen, die Click-Through-Rate oder die der durchschnittliche Bestellwert sind relevante KPIs. Dabei handelt es sich um sogenannte Key Performance Indicators (KPIs), Kennzahlen eines Unternehmens, anhand deren Entwicklung sich der Erfolg eines Business monitoren lässt. 
Ein weiterer wichtiger KPI im E-Commerce ist die Anzahl der Social Shares. Dieser Wert misst, wie oft etwas geliked und geteilt wurde. Damit lässt sich die Beliebtheit und der Bekanntheitsgrad deines Shops treffend abschätzen. 
Zahlen zum Einkaufsprozess an sich geben Auskunft darüber, wie viele BesucherInnen den Kauf tatsächlich durchgeführt haben und wer wo abgesprungen ist. Gerade die Information, wann genau ein Kaufvorgang vorzeitig beendet wurde, zeigt Optimierungspotenziale an. 

2. Mit der richtigen Produktbeschreibung Welten versetzen

Die Produktbeschreibung macht nicht selten den Unterschied zwischen einem Produkt, das die Zielgruppe interessant findet und einem austauschbaren Artikel, dem sie wenig Aufmerksamkeit schenken aus. 
Vertreibst du beispielsweise Kaffee, bist du dann erfolgreich, wenn du es schaffst, die Emotionen und Vorstellungen des Publikums anzusprechen. Einfach nur anzugeben, woher der Kaffee stammt und wie stark er ist, bringt wenig – gerade bei der sowieso schon reizüberfluteten Zielgruppe. Ihn oder sie beim Anpreisen des vollmundigen Aromas deines flüssigen Goldes das Wasser im Mund zusammenlaufen zu lassen ist viel besser. Er oder sie soll sich vorstellen, wie er am Morgen durch den Geruch von frischem Kaffee aus den Federn geholt wird und dabei sagt: „Ja, der Tag kann nur gut werden!“ 
So lässt sich ein Bedürfnis erzeugen, dass die LeserInnen befriedigen wollen. Wenn du dir einen George Clooney leisten kannst, der in der Werbung auftritt, ist das natürlich auch von Vorteil. Aber der springende Punkt ist: Ansprechende Produkttexte, die mehr bieten als nur eine stumpfe Aneinanderreihung von Produktmerkmalen kosten nicht viel Geld. 

Wie schreibe ich eine gute Produktbeschreibung?

Knapp 200 Wörter reichen schon, sofern das Produkt nicht zu erklärungsbedürftig ist. Stichpunkte lassen den Text kürzer wirken und relevante Informationen sich so schnell herauslesen. Um den Onlineshop bekannt zu machen, sollte die Produktbeschreibung auch SEO-optimiert (dazu später mehr) sein. Aber der Lesefluss und die Stimulation des Lesers /der Leserin stehen klar im Fokus. Du kannst auch weitere Infos in unserem Fiverr Guide zu professionellen Produktbeschreibungen nachlesen.
Am besten überlegst du dir auch, was für Fragen beim Gegenüber evtl. auftreten und beantworte diese gleich. Wer seinen Onlineshop aufs nächste Level heben will, ohne sich selbst darum zu kümmern, kann sich die Produktbeschreibungen auch von Profis erstellen lassen.

3. Bildern sprechen lassen

Klar, der Text ist wichtig. Aber als visuell fixiertes Wesen, sind es zuerst einmal Bilder, die den Menschen ansprechen. Um es gleich vorwegzunehmen: auch für Produktfotos gibt es wieder eine Vielzahl an Profis, die Artikel jeder Art perfekt in Szene setzen und so helfen den Onlineshop zu bewerben. 
Wer sich das Geld lieber sparen will, kann diesen Arbeitsschritt selbst übernehmen. Dafür ist nicht unbedingt eine teure Spiegelreflex-Kamera notwendig. Das eigene Smartphone reicht in der Regel bereits aus, um gute Bilder zu schießen. Mit einem Stativ lässt sich dieses auch ideal ausrichten. 
Vor einem hellen Hintergrund platziert, lassen sich die Artikel mittels Autofokus schon ohne viel Aufwand ablichten. Am einfachsten funktioniert das mit guter Beleuchtung dank natürlichem Licht. Wenn keine natürliche Lichtquelle zur Verfügung steht, bietet sich eine große Lampe oder ein softbox-artiges Beleuchtungs-Kit (für den größeren Geldbeutel) an. 
Vor dem Shooting solltest du sicherstellen, dass der Artikel auch wirklich sauber ist und alle Preisschilder oder Halterungen entfernt sind. Dennoch benötigen alle digitalen Bilder zumindest etwas Nachbearbeitung, um sie wirklich auf Hochglanz zu polieren – wer auf Instagram aktiv ist, ist sich dessen natürlich längst bewusst. Vor allem die Schärfe, der Kontrast oder die Sättigung werten die Bilder nochmal auf und machen deinen Kaffee Influencer-tauglich. 
Eine ausführliche Beschreibung zum Thema findest du in unserem Fiverr Guide über Produktfotografie.

4. Ohne SEO geht nichts

Suchmaschinenoptimierung oder kurz SEO (Search Engine Optimization) ist nicht erst seit gestern unabdingbar. Sie stellt sicher, dass die Kundinnen und Kunden überhaupt auf deine Seite kommen. Allerdings ist SEO entgegen der landläufigen Meinung nicht nur die Optimierung mit Keywords. 
Tatsächlich umfasst das Feld so viele Maßnahmen, dass sich ohne Probleme ganze Studiengänge dem Thema widmen könnten – und das tun sie auch. Daher ist es wichtig an dieser Stelle überblicksartig einige Maßnahmen aufzuzeigen, um Onlineshop Marketing mittels SEO zu optimieren. Bei zukünftigen Schritten kannst du dies selbst umsetzen, bei bestehenden Inhalten kann sich ein SEO-Freelancer lohnen, um Zeit zu sparen. 
Was sind die wichtigsten SEO Kriterien für Onlineshops?
  • Optimierung von Keywords Die Keyword-Optimierung ist eine wichtige Maßnahme. Keywords sind jene Suchbegriffe oder Phrasen, welche die User und Userinnen in die Suchmaschinen eingeben. Diese baust du in deine Texte ein. Hier lohnt es sich spezifisch zu sein und nicht auf stark umkämpfte Begriffe zu setzen, die viele Unternehmen (in diesem Fall die Konkurrenz) nutzen. „Kaffeebohnen Filterkaffee“ zum Beispiel hat ein hohes Suchvolumen, bei der Anzahl an Treffern gehst du aber schnell unter. „Nachhaltige Arabica Kaffeebohnen Filterkaffee“ ist spezifischer, die Wahrscheinlichkeit weiter vorne angezeigt zu werden größer. Setze also unbedingt auf solche Longtail-Keywords mit mehr als drei Wörtern und baue diese vor allem in der Überschrift ein. Ermitteln lassen sich Keywords mithilfe zahlreicher kostenloser Online-Tools.
  • Optimierung von Bildern und Videos Bilder und Videos lassen sich ebenfalls optimieren. Ein beschreibender Dateinamen mit dem Fokus-Keyword und ein alternativer Text, der erscheint, wenn beispielsweise das Bild nicht lädt sind wichtig. Video-Transkripte (=Untertitel) unterstützen die Suchmaschine dabei, den Inhalt des Videos zu interpretieren.
  • Vertrauensbildende Elemente einbinden Maßnahmen zur Vertrauensbildung  wie zum Beispiel Erfahrungsberichte sind nicht nur für den User und die Userin, sondern auch für die Suchmaschinen ein wichtiges Kriterium. Für Onlineshop Marketing sollten daher solche Elemente gut sichtbar eingebaut werden.
  • Seitengeschwindigkeit testen Auch mit der Performance der Seite kannst du den eigenen Onlineshop bekannt machen. Seit Juli 2018 bezieht Google diese bei der Positionierung der Suchergebnisse mit ein. Zudem springen viele Userinnen und User schnell ab, wenn sich deine Seite nur zögerlich aufbaut. Eine kurze Ladezeit lässt sich unter anderem mit der Reduzierung von Bildgrößen erreichen.
  • Benutzerfreundlichkeit verbessern Natürlich ist auch die Nutzerfreundlichkeit entscheidend. Finden sich die UserInnen leicht zurecht, oder müssen sie lange nach den gewünschten Inhalten suchen? Ein strukturierter Aufbau, der relevante Informationen in den Vordergrund stellt, ist wichtig.
  • Mobilfreundlichkeit sicherstellen Mehr und mehr NutzerInnen suchen übers Smartphone. Die Website muss daher auf jeden Fall für den Zugriff via Mobiltelefon optimiert sein.

5. Dank dem eigenen Blog mit der Zielgruppe interagieren

Wenn du jetzt noch Kapazitäten hast und dich nicht nur auf die gängige E-Commerce Werbung verlassen möchtest, solltest du dir Gedanken über einen eigenen Blog machen. In erste Linie ein Mittel, um der Zielgruppe Mehrwert zu bieten, ermöglicht es dir ein Blog langfristig Vertrauen aufzubauen und Kundinnen und Kunden ans Unternehmen zu binden. 
Du kannst einen Blog nutzen, um unkompliziert Botschaften zu kommunizieren und dir direkt Feedback über Kommentare einzuholen. Mittels Optimierung (siehe Thema SEO) und internen Verlinkungen steigt die Wertigkeit der Seite in den Augen von Google und bietet die Möglichkeit, die Customer Journey und somit die eigene Performance zu monitoren. Allerdings bringt ein Blog auch Arbeit mit sich. Regelmäßige Beiträge sind daher Pflicht!

6. Die Macht von Social Media

Wer sich schon seit Beginn der Artikel fragt, wann es endlich ums Thema „Social Media“ geht, darf jetzt aufatmen. Wie zu erwarten, hat dieser Kanal wesentlichen Einfluss auf den Erfolg von Onlineshops. Die Beliebtheit über alle Altersgruppen hinweg bietet unzählige Gelegenheiten, mit potenziellen KundInnen in Kontakt zu treten. 
Das Potenzial, von der jeweiligen Zielgruppe wahrgenommen zu werden und diese umgehend in den eigenen Shop zu leiten ist gewaltig. Eine umfassende Datengrundlage liefert perfekte Kriterien, um die Zielgruppe zu selektieren. 
Wie beim Blog sollte der Kanal aber nicht als Werbepipeline missbraucht werden. Klar kannst du auch Produkte präsentieren, aber Aufbau einer Vertrauensbasis sollte im Vordergrund stehen. Darüber hinaus kann die Präsenz auf Social Media die Chance sein, ohne Aufwand einen Überblick über die Meinungen von NutzerInnen zu bekommen.

7. Über Google Ads KundInnen gewinnen

Kaum eine Plattform bietet sich mehr an, um Onlineshop Marketing zu betreiben, als Google. Das funktioniert mit Ads. Anhand eines umfangreichen Kriterienkatalogs lassen sich die Zielgruppen filtern und Streuverluste auf ein Minimum reduzieren. Irrelevante Keywords lassen sich rasch ausschließen und mithilfe passender Keywords lässt sich der Onlineshop bewerben. 
Mittels geografischen Targetings lässt sich festlegen, in welchem Umkreis oder an welchen Standorten sich Nutzer und Nutzerinnen befinden müssen, um die Anzeigen zu sehen. Über den Werbezeitenplaner entscheidest du, an welchen Wochentagen und zu welchen Uhrzeiten Werbung ausgespielt werden soll. Achte unbedingt auch darauf, dass du die Kampagne pausierst, wenn die beworbenen Produkte ausverkauft sind.

8. Ist E-Mail-Marketing sinnvoll?

E-Mails und Newsletter sind ein zweischneidiges Schwert. Einerseits lässt sich direkt, gezielt und vor allem günstig werben. Andererseits läufst du schnell Gefahr, die Kunden und die Kundin zu überfordern. Das führt mitunter schnell dazu, dass diese sich abwenden. Richtig genutzt, bietet dieser Kanal einen großen Mehrwert. 
Entscheidend ist, die Zielgruppe zu umreißen und lieber sehr selektiv vorzugehen als einmal pro Woche den gesamten Kundenstamm zu benachrichtigen. Geht es um BestandskundInnen oder NeukundInnen? Welche Altersgruppe, welches Geschlecht steht im Fokus? 
Dann ist zu klären, was das Mailing erreichen soll. Sollen Aktionen kommuniziert werden? Soll durch personalisierte Angebote Cross-Selling betrieben werden, oder willst du dem Gegenüber einfach mit einem Geburtstagsgutschein für die Treue danken? 
Ein anhand dieser Fragen erstellter Redaktionsplan führt über in homöopathischen Dosen eingesetzte Mailings zu einem erfolgreichen Onlineshop. 

9. Audiovisuelle Highlights setzen

Videomarketing ist eine weitere äußert nützliche Option, um den eigenen Onlineshop zu bewerben. Wunderbar lässt sich diese mit bereits genannten Optionen wie Social Media oder Blogs kombinieren. Erklärvideos oder (objektive) Produkttests bieten der Zielgruppe den schon mehrfach angesprochenen Mehrwert. Kurze Teaser oder Snippets steigern die Vorfreude auf kommende Releases. 
Ein Blick hinter die Kulissen oder eine Vorstellung des Unternehmens kann viel für das Employer Branding oder das Image deines Unternehmens tun. Das kommt letztlich auch deinen Umsätzen zugute. Klassischere Formate wie Werbevideos und Produktvideos, die zum Kauf anregen sollen, runden das breite Spektrum an Optionen ab. 

10. Google My Business und dessen Vorteile

Dass E-Commerce Werbung über Suchmaschinen auch ohne große Kosten funktioniert, zeigt Google My Business – ein kostenloser Dienst von Google. Dieser Brancheneintrag erscheint am rechten Rand, sobald ein User / eine Userin nach einem Unternehmen oder einem mit diesem verwandten Thema sucht. 
Die meisten kennen diese Form vom Lieblingsitaliener aus dem Heimatort. Tatsächlich ist ein solcher Eintrag aber auch für Unternehmen möglich – sofern sie über eine physische erreichbare Adresse verfügen. 
Auf Google/Business lassen sich einfach alle Inhalte wie Firmenname, Öffnungszeiten, Telefonnummer und Website angeben. Sobald dein Account verifiziert wurde lässt sich der Eintrag mit Bildern, Keywords und natürlich aussagekräftigen Bewertungen optimieren. 
Wer sein Produktportfolio oder das Dienstleistungsangebot genauer erklären will, kann dies über den FAQ-Bereich machen. Gerade wer also neben seinem Onlineshop auch eine physische Adresse – und sein es nur ein Büro oder eine Anlaufstation für Click & Collect hat, kann diese Möglichkeit nutzen. 
Fazit: Wie du siehst, sind die Optionen deinen Onlineshop bekannt zu machen vielfältig. Überlege dir, welche Option für dich am meisten Sinn macht, was dein Budget hergibt und vor allem was du zeitlich abbilden kannst. Erfolgreich sind diese Maßnahmen nämlich nur, wenn du diese mit deiner ganzen Energie angehst und langfristig agierst.