Mehr Klicks mit kreativem Motion Design

Was es mit Motion Design auf sich hat, und wie dein Motion Video zum Hingucker wird, erfährst du hier.

27. Oktober 2021
8 Minuten lesen
Motion Design erstellen

Dass Bewegtbilder gut funktionieren, haben die meisten Werbetreibenden inzwischen verstanden.. Der tatsächlichen Bandbreite an Umsetzungsformen sind sich viele aber gar nicht bewusst. In den letzten Jahren hat sich – nicht zuletzt dank der Vielzahl an digitalen Möglichkeiten – ein breites Spektrum an möglichen Gestaltungsformen entwickelt. Um einen der größten Trends handelt es sich dabei beim sogenannten Motion Design.

Was genau ist Motion Design?

Vereinfacht gesagt handelt es sich bei Motion Design um das Gestalten von Bewegtbild mit Typografie und Grafik Design. Das Ziel eines Motion Designers bzw. einer Motion Designerin ist es, Grafikdesignelementen Bewegung zu verleihen. Im Fokus steht die Verschmelzung von Farben, Formen, Flächen, Typografien und Übergängen. 
Die bekanntesten Vertreter der Gattung kennen wir zum Beispiel aus Film und TV. Etwa das Intro eines James Bond Film ist ein klassisches Beispiel für Motion Design. Charakteristisch ist dabei der künstlerische Ansatz. Grafikelemente und Typografie stehen im Mittelpunkt, während die Videos in aller Regel ohne animierte Charaktere auskommen. Damit unterscheiden sie sich von animierten Videos im eigentlichen Sinn.

Was ist der Unterschied zwischen Motion Graphics und animierten Videos?

Unter dem Oberbegriff „Animierte Videos“ werden eine Vielzahl an unterschiedlichen Darstellungsformen von Bewegtbildinhalten zusammengefasst. Dabei kann es sich um unterschiedlichste Darstellungsformen oder Einsatzzwecke handeln. Im Kern geht es immer um eine Story, einen Protagonisten bzw. eine Protagonistin und eine Herausforderung, die zu lösen es gilt. 
Wenn dein Video einen menschlichen Charakter beinhaltet, haben wir es wahrscheinlich eher mit einer Animation zu tun. Das ist eben bei Motion Videos anders. Wenn dein Video Grafiken in Bewegung setzt, handelt es sich um Motion Graphics. Da steht der gestalterische Aspekt, die Orchestrierung von Sound und Design, im Vordergrund. Wobei Motion Design Videos nicht unbedingt auf den Ton angewiesen sind, um zu funktionieren. So sind auch animierte Logos eine Nische des Motion Designs. 

Was sind die Vorteile von Motion Graphics?

Motion Graphics überzeugen die Zuseherinnen und Zuseher auf audiovisueller Ebene und sind in der Animation aufwendig und (auch daher) ästhetisch äußerst ansprechend. Es ist vor allem das Zusammenspiel von Bild, Film, Typografie und Audio, das die „Bewegungs-Gestaltung“ so attraktiv macht. 
Motion DesignerInnen sind in gewisser Weise die DirigentInnen aller Komponenten. So kann aus „Motion“ schnell „Emotion“ werden. Die Zuschauerinnen und Zuschauer steigen tiefer in die Filmwelt ein. Konsumentinnen und Konsumenten werden auf eine Art und Weise angesprochen, wie es die Unternehmen beabsichtigen. 
Auch in der Musikindustrie haben KünstlerInnen und andere Beteiligte die Darstellungsform von Motion Video für sich entdeckt: Immer mehr Musikvideos sind inzwischen animiert. Der Grund dafür ist, dass solche Videos einen neuen und nach wie vor unbekannten Look & Feel haben. Alles, was neu ist, übt immer eine gewisse Faszination aus. Und gerade heute, wo Unternehmen wie Einzelpersonen gleichermaßen danach bestrebt sind, individuell und einzigartig zu sein, kommen Motion Graphics gerade recht. 
Die Bindungen zu Produkten oder Dienstleistungen lässt sich dank der Darstellungsform leichter Motion Design aufbauen. Daraus resultiert dann eine erhöhte Konversion-Rate und ein Plus an Einnahmen. Vor allem, wenn es von deinen Produkten regelmäßig neue Versionen oder Updates gibt, kannst du deine Zielgruppe ans Unternehmen binden und dir langfristig eine verlässliche Käuferschicht sichern. 
Auch der Vertrieb kann Motion Graphics aktiv verwenden, etwa, um im Verkaufsgespräch potenzielle Kundinnen und Kunden zu überzeugen. Als Teaser für eine Präsentation oder als Bestandteil eines Pitch kann die Darstellungsform einen positiven Beitrag leisten – das muss nicht nur bei einem James Bond Film funktionieren.
Ein weiterer Vorteil: Informationen können durch audiovisuelle Inhalte leichter wahrgenommen werden. Insbesondere im Vergleich zu statischen Grafiken erregt Animation Design mehr Aufmerksamkeit und erhöht das Engagement. Das ist wichtig, denn die Aufmerksamkeitsspanne der meisten Menschen ist heutzutage gering. 
Um die Zielgruppe zu erreichen, musst du sie unterhalten und miteinbeziehen. Es gilt daher, die Inhalte im Rahmen deiner Marketing-Strategie aktiv und abwechslungsreich zu gestalten. Achte darauf, wo du statischen Content wie Texte oder Bilder durch Motion Graphics ersetzen kannst, wenn du deine Website das nächste Mal einem Usability Test unterziehst. Die Benutzerfreundlichkeit deiner Website steigt dadurch mit Sicherheit.

Erstelle ein 3D Animations-Video für dein Produkt

Welche Einsatzmöglichkeiten von Motion Graphics gibt es?

Wie bereits angeschnitten ist ein Einsatzgebiet von Motion Graphics die Unterhaltungsindustrie. Darunter fällt Film und Fernsehen, die Musikindustrie oder die Videospielindustrie. Motion Design spielt zudem auch in sozialen Medien eine immer wichtiger werdende Rolle. Und das zwar im privaten wie gewerblichen Anwendungsbereich. Das liegt zum einen daran, dass es dank Instagram und Co. noch nie so einfach war selbst Inhalte zu erstellen und zu teilen, zum anderen ist der Content leicht zu konsumieren.
Motion Graphics sind eine großartige Möglichkeit, um mit der Zielgruppe deines Business in Kontakt zu treten. Es gibt kaum noch Tutorial- und Erklärvideos oder Werbespots, die nicht mit animierten Bildern und darauf abgestimmten Sounds aufwarten. Der Zuschauer und die Zuschauerin werden auf emotionaler Ebene angesprochen. Da Werbung zu einem großen Teil über Emotion funktioniert, (zumindest in einer idealen Welt, wer sich gelegentlich die Werbespots im TV ansieht, versteht, worauf wir hinauswollen), bieten Motion Graphics alles, was man braucht. 
Ein gelungenes Werbevideo benötigt zwar in aller Regel eine Story, was beim Motion Design nicht im Vordergrund steht, aber jeder Clip lässt sich damit anreichern. Die Darstellungsform ist quasi das Salz in der Suppe guter und origineller Werbeclips. 
Durch animierte Erklärvideos lassen sich komplexe Ideen bildlich darstellen. So machst du es deinen (potenziellen) Kundinnen und Kunden einfach dein Produkt zu verstehen bzw. zu verwenden. Wenn du nicht gerade ein einfaches Produkt wie eine Tasse verkaufst, ist es durchaus sinnvoll, ein entsprechendes Video zu erstellen und die Anwendung bzw. den Funktionsumfang zu zeigen. 
Nicht jeder verfügt über das gleiche Vorwissen oder das gleiche Geschick, das eventuell bei der Anwendung oder dem Aufbau benötigt wird. Gerade, wenn du einen Artikel auf den Markt bringst, von dem es schon einige Vorgängermodelle gibt und die KundInnen in der Regel wiederkehrend sind, können neue KundInnen hinzukommen. Bedenke, dass du diese neu ans Produkt heranführen musst. 
Aber auch bestehende Kundinnen und Kunden wollen vielleicht wissen, welche Neuerungen das anstehende Release mit sich bringt. Diese Features lassen sich in Motion Design Videos erklären. Einen umfangreichen Guide für Erklärvideo-Produktion findest du hier.
Motion Design beschränkt sich im Business-Bereich nicht nur auf die Promotion oder die Erklärung deines Produktes oder deiner Dienstleistung. Du kannst die animierten Videos nutzen, um die Unternehmenskommunikation zu optimieren oder dein Employer Branding auf der Website zu verbessern. Wenn du dich bei der Mitarbeitergewinnung von der Konkurrenz unterscheiden willst, beginnt das bereits beim Auftreten. Originelle Motion Design Videos können da den Unterschied zu deinen Gunsten ausmachen. 
Vielleicht bist du ja in der digitalen Welt unterwegs und bietest Softwareprodukte wie Apps an. In diesem Fall ist dir die Wichtigkeit der User Experience (zu Deutsch: das Benutzererlebnis) sicherlich bewusst. Um diese zu steigern, kannst du Motion Design Elemente verwenden. Nutze Sie zum Beispiel als App-Intro, als Ladebildschirm oder ganz einfach im Hauptmenü. Bau auf die Technik, um dein Produkt abzurunden und das Erlebnis der AnwenderInnen zu verbessern.

Welche Schritte sind für die Erstellung eines Motion Graphic Videos nötig?

Wenn du jetzt selbst audiovisuelle Inhalte im Rahmen von Motion Videos nutzen willst, kannst du das in wenigen Schritten verwirklichen:  

1. Erstelle ein Skript

Wenn du ein Motion Graphic Video erstellen (lassen) möchtest, brauchst du eine Art Drehbuch. Daraus geht hervor, wie du dir den Handlungsablauf des Videos vorstellst, wie die einzelnen Abschnitte angeordnet sind und mit welchem Mittel (per Bildschirmtext, Stimme oder visuelle Darstellungen) du deine Botschaft kommunizieren möchtest und was gesagt werden soll. 

2. Voiceover aufnehmen lassen

Wenn das Konzept steht, kannst du ein Voiceover erstellen lassen. Wichtig sind auch hier klare Anweisungen, was Betonung, Tonalität und Stimmlage angeht. Nur so passt das Ergebnis auch zu deinen Vorstellungen. Der Designer oder die Designerin wird das Video anschließend mit den grafischen Elementen zu einem stimmigen Gesamtkonzept orchestrieren. 

3. Grafische Elemente auswählen & animieren

Vielleicht hast du ja schon irgendwo Design Elemente gesehen, die dir gefallen haben. Vielleicht hat dein Unternehmen auch schon Keyvisuals im Rahmen der CI (Corporate Identity), die du animieren lassen willst. Definiere für dich, was verwendet werden soll. 

4. Soundeffekte und Hintergrundmusik einfügen

Ohne Sound und ohne Musik entfaltet kein Video sein Potenzial. Daher solltest du auf die Auswahl dieser Elemente großen Wert legen. Möglicherweise hast du im Rahmen von Audiobranding schon Klangmuster erstellen lassen. Gerade, wenn es um Motion Graphics geht, die im Branding Bereich eingesetzt werden sollen, solltest du diese mit genau dem Sound hinterlegen, der den Wiedererkennungswert deines Unternehmens sicherstellt.
Video: Working Remotely #madeonfiverr

Mit diesen Tipps gelingt dein Motion Graphic Video

Wenn du dich bereit fühlst loszulegen, haben wir hier noch ein paar wertvolle Tipps für dich, mit denen du das Beste aus deinen Videos herausholst: 
  • Keep it Simple, keep it good!
Versuche nicht der nächste Andreas Hykade zu werden, wenn du anfängst in Animation Design einzusteigen. Viel erfolgreicher bist du mit einem einfachen Konzept. Viel wichtiger ist die Qualität. Deine Motion Designs repräsentieren dich und dein Business. Versuche daher – vor allem am Anfang – kleine Projekte umzusetzen, diese aber in der bestmöglichen Qualität.
  • Anwendungszweck bestimmen
Je nach Anwendungsfall wird das Endergebnis unterschiedlich aussehen. Auch die Branche, in der du tätig bist, entscheidet, wie viel künstlerische Elemente dein Projekt vertragen kann. Im B2B sicher weniger als im B2B, ein Erklärvideo wird anders aussehen, als das Intro zu einer App. Elemente, die im Recruiting-Bereich auf der Website vorkommen werden nochmal anders. Überlege dir also, was der Anwendungszweck für dein Motion Video ist und definiere darauf die Zutaten. 
  • Deine Botschaft klar vermitteln
Wie gesagt: Die Aufmerksamkeitsspanne der Menschen im Netz ist knapp, also bring exakt das auf den Punkt, was hängen bleiben soll. Selbst, wenn du viel zu sagen hast, solltest du dir überlegen, was wirklich wichtig ist. 
  • Die ideale Länge
Auch hinsichtlich der Länge gibt es Unterschiede bei einem Motion Video. Das Intro zu einem Film (siehe James Bond) oder ein Musikvideo sind in der Regel mehrere Minuten lang. Erklärvideos können gut und gerne mehrere Minuten gehen, werbliche Inhalte maximal 30 Sekunden.
  • Emotionen wecken
Wenn dein Motion Video es nicht schafft Emotionen im Zuseher oder der Zuseherin hervorzurufen wird es schwierig in Erinnerung zu bleiben. Und gerade das ist ja bei werblichen Inhalten (oder Filmen) das große Ziel. Und ja, auch bei Erklärvideos sind Emotionen durchaus hilfreich. Wenn du dein Publikum zum Staunen, zum Lachen (bitte sparsam) oder zum Freuen (weil sie es verstanden haben) bringst, ist dir das gelungen, was jede und jeder mit den eigenen Motion Designs erreichen will.
Egal in welcher Branche du bist, ein Motion Graphics-Look kann deine Botschaft ansprechender und unterhaltsamer machen. Du bleibst in Erinnerung und gerade das ist es, was in einer Welt, in der wir alle permanent irgendwelchen medialen Botschaften ausgesetzt sind, wichtig ist. Nur so kann man erfolgreich neue Kundinnen und Kunden ansprechen. Nur so macht man Kundinnen und Kunden zu Fans. Nur so kann man sich sicher sein, dass zumindest die Bereitschaft da ist, sich auch mit deinen neuen Produkten auseinanderzusetzen. Und nur so schafft man es mit der Konkurrenz mitzuhalten – oder sogar in Führung zu gehen.