Entscheide im ersten Schritt, welche Informationen auf der Visitenkarte erscheinen sollen. Wir empfehlen im Allgemeine folgende Elemente:
Logo
Firmenname
Slogan
Name
Berufsbezeichnung
Webseite
Kontaktdetails
Moderne Visitenkarten mit leuchtenden Farben und minimalistischen Grafiken entworfen von emilianolr. Bei einer beidseitig bedruckten Standardvisitenkarte ist die Vorderseite oft das Erste, was der Empfänger sieht und damit sehr wichtig.
Stell dir die Vorderseite einer Visitenkarte wie das Schaufenster eines Ladens vor, das wichtige, auffällige und einprägsame Informationen wie das Firmenlogo, den Firmennamen und Slogan anzeigt: Logo: Ein Logo ist die kompakte visuelle Darstellung eines Unternehmens. Es sollte auf einen Blick zeigen, um was für eine Art von Unternehmen es sich handelt, wofür es steht und was es tut.
Firmenname: Der Firmenname sollte der größte Text auf der Visitenkarte sein. Diese Information ist nicht nur die wichtigste, sondern sie sollte potenziellen Kunden am meisten im Gedächtnis bleiben. Neben der großen Textgröße sollte der Firmenname auch viel Leerraum umfassen, damit er hervorsticht und die Visitenkarte nicht überladen wirkt.
Slogan: Ein Unternehmensslogan sollte maximal sechs Wörter umfassen und die Vision des Unternehmens verdeutlichen. Ein Slogan stärkt die Identität deiner Marke und macht deine Visitenkarte noch einzigartiger.
Auf der Rückseite deiner Visitenkarte sollten wichtige Kontaktdaten hervorgehoben werden, die mit deinen Produkten oder Dienstleistungen in Verbindung stehen:
Dein Name: Deine Visitenkarte erhält mit deinem Vor- und Nachnamen auf ihrer Rückseite eine persönliche Note. So kann sich der Kartenempfänger nicht nur besser an deinen Namen erinnern, sondern er stellt auch eine tiefere und „menschlichere“ Verbindung zu deinem Unternehmen her. Dein Name sollte das hervorstechendste Merkmal auf der Rückseite der Visitenkarte sein.
Deine Berufsbezeichnung: Präsentiere dein Fachgebiet und wie du anderen helfen kannst, indem du deine Berufsbezeichnung neben oder unter deinem Namen veröffentlichst. Diese Information dient auch als Gedächtnisstütze, wenn der Empfänger deine Dienste benötigt.
Logo: Während das Logo auf der Vorderseite der Visitenkarte stolz prangt, sollte es auch auf der Rückseite in kleinerer und weniger auffälliger Form sichtbar sein. Dadurch wird die Marke und das professionelle Design der Karte verstärkt. Hier bietet sich eine einfarbige oder schwarz-weiße Version des Logos an, besonders wenn die Vorderseite der Visitenkarte aufmerksamkeitsstarke Farben nutzt.
Webseitenadresse: Die Unternehmenswebsite ist eine weitere wichtige Information, die auf der Visitenkarte enthalten sein sollte, da sie den Empfänger zu weiterem Engagement anregt. Die URL kann auch in Form eines QR-Codes hinterlegt werden. Um für ein einheitliches Erscheinungsbild zu sorgen, sollte die Visitenkarte ein ähnliches Design, das gleiche Farbschema und die gleiche Typografie wie die Website aufweisen.
Social Media: Eine Social-Media-Präsenz ist heutzutage für Unternehmen unerlässlich und trägt wesentlich dazu bei, potenzielle Kunden für das Unternehmen zu gewinnen. Deine Visitenkarte sollte daher auch auf die Social-Media-Konten des Unternehmens verweisen.
Kontaktinformationen (E-Mail, Telefonnummer, Adresse): Eine Visitenkarte sollte den Empfänger auch dazu ermutigen, mit der Marke Kontakt aufzunehmen. Aus diesem Grund sollte sie die wichtigsten Kontaktdaten enthalten, einschließlich deiner E-Mail-Adresse, Telefonnummer und Firmenadresse (wenn es ein physisches Büro oder Geschäft gibt).
2. Lege die Größe der Visitenkarte fest
Ein cooles und farbenfrohes Visitenkartendesign mit grafischen Elementen erstellt von mijalzagier. Die Standardgröße einer Visitenkarte variiert je nach Region geringfügig:
Europa: 85 x 55 mm
Nordamerika: 88,9 x 50,8 mm
Ozeanien: 90 x 55 mm
Es gibt auch einen guten Grund für diese Standardgröße. Im Allgemeinen haben Visitenkarten die gleiche Größe wie eine Kreditkarte oder ein Führerschein, sodass sie problemlos in die Kartenfächer einer Handtasche oder eines Portemonnaies passen.
Auch wenn es sich hierbei um die gebräuchlichsten Abmessungen für Visitenkarten handelt, heißt das nicht, dass es nicht auch andere Größen gibt. Neben der Standardgröße werden von Druckanbietern auch diese beliebten Visitenkartenformate angeboten:
Quadratische Visitenkarten: 65 x 65 mm
Schmale Visitenkarten: 85 x 40 mm
Klappvisitenkarten (zusammengefaltet): 87 x 49 mm
Bei der Gestaltung einer Visitenkarte sind auch weitere notwendige Maße zu berücksichtigen. Dazu gehören die Beschnittzugabe, die Schnittkante und die Sicherheitslinie.
Diese Bereiche und ihre Abmessungen variieren jedoch je nach Kartengröße und den Anforderungen des einzelnen Druckanbieters.
1. Beschnittzugabe
Die Beschnittzugabe ist der äußerste Bereich der Karte, der nach der Druckphase wahrscheinlich abgeschnitten wird. Designer nutzen diesen Bereich, um die Hintergrundfarbe oder das Hintergrundmuster der Karte über die tatsächliche Größe der Karte hinaus zu erweitern. Dies bedeutet, dass nach dem Zuschneiden der Karte auf die richtige Größe keine unansehnlichen weißen Ränder zurückbleiben.
Bei einer Visitenkarte im Standardformat 85 x 55 cm könnte die Beschnittzugabe 5 mm betragen. Informiere dich bei deinem ausgewählten Druckdienstleister.
2. Schnittkante
Die Schnittkante ist die Linie, entlang der die Visitenkarte geschnitten wird. Mithilfe dieser Linie stellt der Druckdienstleister sicher, dass alle Kartendesigns gleichmäßig verteilt und gerade sind und dass jede Visitenkarte genau den gewünschten Maßen entspricht.
Im Allgemeinen liegt die Anschnittlinie 3 bzw. 5 mm vom Visitenkartenrand entfernt.
3. Sicherheitslinie
Die Sicherheitslinie markiert den sicheren Druckbereich, die Sicherheitszone, in dem alle wesentlichen Informationen und Designelemente platziert werden. Achte darauf, dass kein Element in den Beschnittbereich hineinragt, da es ansonsten abgeschnitten wird.
4. Visitenkarte in Pixeln
Zur Beschreibung der Visitenkartengröße haben wir Zentimeter verwendet. Bei der Erstellung bezieht sich ein Designer jedoch auf Pixel als Maßeinheit. Die Visitenkarte wird mithilfe einer Computersoftware digital gestaltet und digitale Bilddateien werden mit Pixeln vermessen.
In dieser Einstellung beträgt die tatsächliche Größe einer Standard-Visitenkarte 1050 x 600 Pixel. Die volle Beschnittgröße beträgt 1083 x 633 Pixel und der sichere Druckbereich beträgt 1008 x 558 Pixel. Überprüfe, welche Maße dein Druckanbieter verwendet.
Obwohl die meisten Visitenkarten rechteckig sind, bedeutet das nicht, dass deine auch rechteckig sein muss. Viele Unternehmen wollen bei der Gestaltung ihrer Visitenkarte ein Statement setzen und entscheiden sich für eine einzigartige Form. Der Prozess, mit dem diese einzigartigen Visitenkartenformen erzielt werden, wird als Stanzen bezeichnet.
Eine individuell gestaltete Visitenkarte, entworfen von anchar_ali99. Gestanzte Visitenkarten
Genau wie der Druckvorgang ist auch das Stanzen ein maschineller Vorgang. Er ermöglicht die schnelle und effektive Erstellung mehrerer Teile derselben Form.
Eine Stanze ist eine dünne, messerscharfe Stahlklinge, die in eine bestimmte Stanzform gebracht wird. Druckdienstleister haben in der Regel viele dieser vorgefertigten Formen vorrätig. Wer jedoch eine individuelle Form möchte, muss eine spezielle Stanze anfertigen lassen.
Die Entscheidung für ein gestanztes Visitenkartendesign anstelle eines Standardrechtecks bietet viele Vorteile. Einzigartig geformte Visitenkarten sind einprägsamer und wirkungsvoller und können kreativ an das Logo oder Branding des Unternehmens angepasst werden. Informiere dich bei deinem Druckdienstleister über die erhältlichen Stanzformen und Maße.
Wenn du über eine einzigartige Form für deine Visitenkarten nachdenkst, solltest du zwei Dinge berücksichtigen:
Wie einfach lässt sich die Karte aufbewahren, insbesondere in einer Brieftasche oder einem Kartenetui?
Eine besondere Form mag einzigartig und lustig erscheinen, kann aber die Glaubwürdigkeit in formellen Branchen untergraben.
Eine Stanze kann auch eine Form aus der Mitte einer Visitenkarte ausschneiden. Dadurch kann ein Unternehmen bei der Gestaltung seiner Visitenkarte kreativ werden und sich dennoch an die standardmäßige rechteckige Form und Größe halten.
4. Wähle den Papiertyp und das Material für deine Visitenkarte
Nach dem Festlegen der Größe und Form deiner Visitenkarte musst du dich für den Papiertyp und die Materialart entscheiden. Es gibt zahlreiche Papier- und Materialarten, die du in Betracht ziehen kannst. Nachfolgend beleuchten wir verschiedene Papierarten.
Hochglanzpapier in der Stärke 300 g/m2
Aufgrund ihres geringen Gewichts, der niedrigen Produktionskosten und der breiten Verfügbarkeit erfreuen sich Visitenkarten, die auf Hochglanzpapier in der Stärke 300 g/m2 gedruckt sind, großer Beliebtheit.
Dieses klassische Material bietet viele Vorteile, ist jedoch günstiger, dünner und daher biegsamer. Für Unternehmen, die häufig Visitenkarten in großen Mengen ausgeben, zum Beispiel bei Veranstaltungen oder Messen, und die das weniger haltbare Material nicht stört, ist dieses Papier genau das Richtige.
Hochwertigeres Papier von 350 bis 600 g/m2
Hochwertigeres Papier mit einer Stärke von 350 bis 600 g/m2 sorgt für ein luxuriöses Erscheinungsbild mit einer besseren Haptik und weniger Abnutzungsspuren.
Aufgrund seiner Dicke eignet sich dieses Papier für spezielle Veredelungsoptionen oder Beschichtungen wie Prägen, Folienkaschierung oder Relieflack.
Unbeschichtete Papiersorten
Neben den Standardpapiersorten bieten viele Druckanbieter auch eine große Auswahl an unbeschichtetem Spezialpapier an, welches über ein natürlicheres Papiergefühl und eine natürlichere Papierstruktur verfügt, die kein Licht reflektiert und spiegelt:
Recyclingpapier sorgt für einen umweltfreundlichen und matten Look.
Papier mit Hanffasern verleiht einen markanten, langlebigen Look.
Leinenpapier verfügt über eine schraffierte Textur, die ihm im Vergleich zu anderen Papiersorten ein luxuriöses Gefühl verleiht.
Braunes Kraftpapier ist die einzige Papiersorte, die mit weißer Tinte bedruckt werden kann.
Darüber hinaus lässt sich auf ungestrichenem Papier am einfachsten mit einem Kugelschreiber oder Bleistift schreiben, ohne zu verschmieren.
Visitenkarten mit Farbkern
Dreilagige Visitenkarten mit Farbkern bestehen aus einer farbigen Mittelschicht, die zwischen zwei Schichten weißem Karton liegt. Sie sind extrem dick und robust, können mit einer zusätzlichen Farbe bedruckt und mit verschiedenen Veredelungen versehen werden, was deinem Branding eine weitere Dimension verleiht.
5. Wähle eine Schriftart für deine Visitenkarte
Verspielte Visitenkarten in leuchtenden Farben erstellt von mickeychan. Die Wahl der Schriftart ist für das Design deiner Visitenkarte von entscheidender Bedeutung. Deine Schriftart und Markenfarben sollten Aufmerksamkeit erregen, gut lesbar sein und zur Marke passen. Wenn du bereits eine bestimmte Schriftart auf deiner Website oder in deinen Marketingmaterialien verwendest, solltest du diese Schriftart auch für deine Visitenkarte nutzen.
Solltest du noch keine feste Schriftart besitzen, dann lies weiter. Nachfolgend stellen wir die gängigsten Schriftarten und ihre richtige Verwendung genauer vor.
Serifenschriften
Bei einer Serifenschrift hat jeder Buchstabe dekorative Striche oder Füße, sogenannte Serifen. Serifenschriften gehören zu den ältesten bekannten Schriftarten und verleihen Marken ein traditionelles, etabliertes und autoritatives Aussehen.
Da wir von Serifenschriften umgeben sind, glauben viele, dass diese Schriftart die Lesbarkeit verbessert. Darüber hinaus helfen die dekorativen Striche auf jedem Buchstaben unseren Augen, sich schnell und einfach über den Text zu bewegen. Sie werden daher häufig in Untertexten verwendet, beispielsweise im Slogan oder in den Kontaktdaten eines Unternehmens.
Zu den am häufigsten verwendeten Serifenschriften gehören Times New Roman, Garamond, Baskerville, Georgia und Courier New.
Serifenlose Schriften
Eine serifenlose Schriftart, auch Sans-Serif genannt, ist eine Schriftart, deren Buchstaben keinen dekorativen Strich oder keine Serife enthalten. Sie wirken moderner als Serifenschriften und vermitteln Einfachheit und Minimalismus.
Sie eignen sich daher hervorragend für Firmennamen oder Überschriften auf einer Visitenkarte, auch weil sie aus der Entfernung gut lesbar sind. Sie sind auch für digitale Anzeigetexte beliebt und daher eine gute Wahl für digitales und gedrucktes Branding.
Zu den weit verbreiteten serifenlosen Schriftarten gehören Helvetica, Avant-Garde, Arial und Geneva.
Schreibschrift
Eine Schreibschrift ahmt die fließenden Striche und den kursiven Stil einer Handschrift nach. Die Buchstaben sind normalerweise abgerundet und nach rechts geneigt, was ein Gefühl von Eleganz, Kreativität oder Spaß vermittelt.
Schreibschriften eignen sich hervorragend, um Aufmerksamkeit zu erregen. Da sie jedoch nicht so gut lesbar sind wie Serifen- und serifenlose Schriftarten, sollten sie nicht für lange Textabschnitte genutzt werden. Sie können jedoch effektiv sein, wenn sie als Unterüberschrift einer Visitenkarte verwendet werden, beispielsweise für einen Slogan oder als Text in richtiger Größe.
So kombinierst du Schriftarten auf deiner Visitenkarte
Wir empfehlen dir, nur zwei verschiedene Schriftarten auf einer Visitenkarte zu verwenden. Vermeide außerdem ähnliche Schriftarten. Als gute Faustregel gilt eine Kombination …
aus einer Serifenschrift und einer serifenlosen Schrift oder
aus einer serifenlosen Schrift und einer Schreibschrift.
Erstelle eine visuelle Hierarchie und entscheide, welche Informationen auf der Visitenkarte am stärksten hervorgehoben werden sollen. Dazu gehören der Firmenname, gefolgt vom Slogan sowie deinem Namen. Andere Informationen, wie zum Beispiel Kontaktdaten, können in einer kleineren Schriftgröße gedruckt werden.
Wenn du Kleingedrucktes einfügen musst, verwende für eine optimale Lesbarkeit eine serifenlose Schriftart. Versuche außerdem, keine Schriftgröße kleiner als 8 Punkt zu verwenden. Wichtige Informationen wie der Firmenname oder dein vollständiger Name sollten zwischen 10 und 16 Punkt groß sein, je nach verfügbarem Platz auf der Karte.
Du kannst auch unterschiedliche Schriftstärken derselben Schriftart verwenden, wie Fett, Normal oder Kursiv, um einen Kontrast zwischen Überschriften, Unterüberschriften und Text zu erzeugen.
6. Füge spezielle Veredelungsoptionen und Beschichtungen hinzu
Einer der letzten Puzzleteile bei der Erstellung einer Visitenkarte ist die Wahl der Veredelung oder Beschichtung. Es stehen mehrere Optionen zur Auswahl, jede mit Vor- und Nachteilen, die wir uns nachfolgend genauer anschauen.
Matt
Matte Beschichtungen gehören zu den gebräuchlichsten Veredelungen für Visitenkarten. Mattes Papier hat eine leichte Beschichtung, die den Bildern mehr Kontrast verleiht, aber kein Licht reflektiert und damit weniger blendet. Visitenkarten mit mattem Finish sind zudem recht langlebig. Im Vergleich zu unbeschichteten Visitenkarten verblassen sie langsamer und nutzen sich weniger schnell ab.
Matte Oberflächen können auch mit anderen Veredelungen für ein einzigartiges Design kombiniert werden. So lässt sich beispielsweise ein Logo mit UV-Spotlack glänzend hervorheben.
Matte Visitenkarten haben jedoch einige Nachteile. Aufgrund ihres nicht glänzenden Aussehens sind Schmutz, Öl und Fingerabdrücke darauf besonders auffällig. Gleichzeitig verhindert die Beschichtung auch das Auftragen von Tinte.
Glanz/Halbglanz
Glänzende oder seidenmatte Visitenkarten haben eine glänzende und glatte Oberfläche, die das Licht reflektiert. Dieses Finish hebt den Kontrast hervor und sorgt für lebendige Farben. Darüber hinaus bietet die glänzende Beschichtung zusätzlichen Schutz vor Abnutzung.
Aufgrund ihrer glänzenden und reflektierenden Oberfläche können diese Visitenkarten unter Licht schwer lesbar sein. Obwohl sie gut für Visitenkarten mit Fotos geeignet sind, wirkt der glänzende und seidenmatte Stil im Vergleich zu matten und samtigen Laminierungsoberflächen oft veraltet.
Samtkaschierung
Während sich eine matte Beschichtung im Allgemeinen wie normales Papier anfühlt, spricht eine Samtkaschierung durch ihre glatte, samtige und weiche Haptik den Tastsinn des Empfängers an. Diese Veredelung ist außerdem resistent gegenüber Fingerabdrücken und schützt vor Kratzern. Diese hochwertige, gummiartige Haptik verleiht der Visitenkarte besseren Halt und Stabilität.
Bei der Samtkaschierung erscheinen die Originalfarben des Designs nach dem Drucken jedoch stumpfer, was an der ultramatten Beschichtung liegt.
UV-Spotlack / Relieflack
Durch eine UV-Spotlack- oder Relieflackbeschichtung ragt ein Teil deiner Visitenkarte leicht hervor und hebt sich vom Rest der Karte ab. Dank diesem strukturierten Aussehen erhält die Visitenkarte einen 3D-Effekt, wenn die Empfänger mit den Fingern über das Logo streichen.
Im Gegensatz zur Prägung hat ein mit einem UV-Spotlack behandelter Abschnitt keine Vertiefung auf der anderen Kartenseite. Diese Veredelung verleiht dem erhabenen Element außerdem einen Glanz, wohingegen die Prägung nur ein einzelnes Element ohne Beeinflussung der Beschichtung anhebt.
Tiefprägung / Hochprägung / Buchdruck
Obwohl Tiefprägung, Hochprägung und Buchdruck (Letterprint) viele Gemeinsamkeiten aufweisen, unterscheiden sich diese drei Veredelungsmethoden wie folgt:
Bei der Hochprägung entsteht auf der Visitenkarte ein erhabenes Element.
Bei der Tiefprägung entsteht ein versenktes Element auf der Visitenkarte.
Beim Buchdruck entsteht ein leichter Tiefprägungseffekt, der auf der anderen Seite der Karte weniger vertieft wirkt.
Wenn du ein einzelnes Element auf deiner Visitenkarte hervorheben möchten, lässt sich anhand dieser Verfahren ein Element vom Rest der Visitenkarte anheben oder vertiefen. Bedenke jedoch, dass auch die andere Seite der Karte betroffen sein wird.
Folienprägung
Folienprägung ist ein weiteres auffälliges Finish für einzelne Elemente einer Visitenkarte. Dabei wird eine dünne Folienschicht durch Hitze auf die Karte gepresst, sodass der Bereich metallisch und leicht vertieft ist. Beliebte Folienfarben sind Gold und Silber, die für einen eleganten Look sorgen. Allerdings sind oft auch andere Farben wie Schwarz, Kupfer, Roségold und mehr erhältlich. Darüber hinaus kann dieser Effekt sowohl auf matt-laminierten als auch auf glänzend-laminierten Karten genutzt werden.
Doch dieser Effekt ist teurer als die anderen Veredelungsoptionen von Visitenkarten und wird daher häufig nur in kleinen Auflagen verwendet.
Kantenfarben
Mit Kantenfarben, auch Randfarben genannt, können die Ränder einer Visitenkarte als weiteres Designelement für ein einzigartiges Branding farblich beschichtet werden. Kantenfarben sind eine der unbekanntesten Veredelungen für Visitenkarten, liefern jedoch ein auffälliges und atemberaubendes Ergebnis.
7. Weitere kreative Möglichkeiten für deine Visitenkarte
Suchst du nach noch kreativeren Möglichkeiten für deine Visitenkarte? Die folgenden Ideen sind eine Überlegung wert – von Plastik- und quadratischen Karten bis hin zu Visitenkarten aus Metall.
Plastikvisitenkarten
Positioniere dein Unternehmen mit einer einzigartigen Visitenkarte aus Kunststoff als innovativ und modern. Es gibt drei Arten von Plastikvisitenkarten: durchsichtig, milchig (frostig) und weiß. Nachfolgend beleuchten wir diese drei Optionen genauer.
1. Durchsichtige Plastikvisitenkarten
Durchsichtige Visitenkarten aus Kunststoff sind auf beiden Seiten völlig transparent, sodass man durch sie hindurchsehen kann. Sie eignen sich besonders für klare, minimalistische Designs, die die Aufmerksamkeit auf das Firmenlogo und grundlegende Informationen lenken. Aufgrund ihrer Transparenz sollten Elemente nur einseitig bedruckt werden.
2. Milchige Plastikvisitenkarten
Milchige Visitenkarten haben einen ähnlichen Effekt wie ein Milchglasfenster und machen die Karte halbtransparent. Dadurch heben sich die Farben und der Text vom mattierten Hintergrund ab und verleihen der Karte ein elegantes und modernes Aussehen.
3. Weiße Plastikvisitenkarte
Im Gegensatz zu den durchsichtigen und milchigen Plastikvisitenkarten kann das Design bei einer Visitenkarte aus weißem Kunststoff auf einen undurchsichtigen, weißen Kunststoffhintergrund gedruckt werden. Dadurch erhält die Visitenkarte die Glätte, Dicke und Haltbarkeit einer Kreditkarte oder eines Führerscheins. Außerdem kann der Platz auf der Karte durch einen beidseitigen Druck maximiert werden, da die Informationen auf der anderen Seite nicht sichtbar sind.
Gründe für Visitenkarten aus Kunststoff
Haltbar: Visitenkarten aus Kunststoff haben eine längere Lebensdauer als herkömmliche Visitenkarten aus Papier, da sie dick sind und sich nicht falten, zerknittern oder zerreißen lassen.
Wasserdicht: Plastikvisitenkarten verhindern, dass deine wichtigen Geschäftsdaten durch versehentliches Verschütten von Flüssigkeiten unleserlich werden.
Einprägsam: In einem Stapel herkömmlicher Papierkarten sticht eine Visitenkarte aus Kunststoff hervor, was sie sehr einprägsam macht.
Einzigartig: Da Plastikkarten nicht die Norm sind, überraschen sie oft.
Hochwertig: Aufgrund ihrer Ähnlichkeit mit wichtigen Karten wie Kreditkarten und Führerscheinen assoziieren die Empfänger dein Unternehmen mit einem erhöhten Wert.
Quadratische Visitenkarten
Quadratische Visitenkarten sind von den traditionellen, rechteckigen Karten inspiriert, aber einzigartig und kreativ genug, um aufzufallen. Die alternative Form und Größe fühlt sich in der Hand des Empfängers ungewohnt an und erregt sofort Aufmerksamkeit. Allein die quadratische Form macht sie zu einem besseren Marketinginstrument, da sie eindeutig ist, ohne störend zu wirken.
Zu den weiteren Vorteilen einer quadratischen Visitenkarte gehören:
mehr Platz für den Inhalt und damit eine zusätzliche Vermarktungsmöglichkeit
eine praktische Form, die dennoch problemlos in eine Tasche oder ein Portemonnaie passt
ein zeitgemäßes Design, das die Andersartigkeit deines Unternehmens unterstreicht
Erschwinglichkeit, da die Herstellung nicht so komplex ist wie bei anderen gestanzten Formen
Ein weiterer Trend bei Visitenkarten sind Metallkarten, die für den Wow-Effekt sorgen, den sich viele Unternehmen wünschen. Sie sind unter anderem in Edelstahl, Goldmetall, Schwarzmetall und Kupfermetall erhältlich und verleihen jeder Visitenkarte ein luxuriöses Erscheinungsbild.
Visitenkarten aus Metall bieten außerdem:
einen tollen ersten Eindruck, da der Empfänger die Karte nicht weglegen kann, ohne vorher einen Blick darauf zu werfen
ein gestärktes Markenimage, da die außergewöhnlich hochwertige Material- und Designqualität die eigenen Unternehmenswerte widerspiegelt
eine hohe Haltbarkeit, da Metall ein robusteres Material ist als Papier oder Kunststoff
eine höhere Robustheit und Schutz vor verschütteten Flüssigkeiten
einen höheren wahrgenommenen Wert, da die Empfänger davon ausgehen, dass die Herstellung der Karte teuer war, und sich über den Erhalt der Karte geehrt fühlen
einen Aufmacher für Gespräche, da die Empfänger wahrscheinlich noch nie zuvor eine Visitenkarte aus Metall gesehen haben und fragen, wie sie gestaltet wurde.
8. So findest du einen Visitenkarten-Designer
Jetzt weißt du alles Wichtige, um deine eigene Visitenkarte zu erstellen. Aber was, wenn du damit lieber einen Grafikdesigner beauftragen möchtest? Viele Unternehmer wissen leider nicht, wo sie einen qualifizierten Designer finden. Auf dem Fiverr-Marktplatz hast du eine große Auswahl an freiberuflichen Visitenkarten-Designern. Verwende bei der Suche die Filter oben links auf der Seite, um deine Auswahl einzugrenzen. Du kannst das Verkäufer-Level, die Sprache, das Budget, die gewünschte Lieferzeit und spezielle Lieferoptionen wie Bilddateiformat oder Quelldatei auswählen.
Wenn du einen geeigneten Designer gefunden hast, stelle sicher, dass die Person deine Anforderungen erfüllt. Nimm ihr Portfolio genauer unter die Lupe, sieh dir ihre neuesten Projekte an und achte auf die Gig-Beschreibung und Rezensionen.
Beauftrage lieber einen professionellen Visitenkartendesigner, anstatt mit jemandem zusammenzuarbeiten, der wenig oder gar keine Erfahrung hat, oder zu versuchen, die Visitenkarte selbst mit Tools wie Canva oder Adobe zu entwerfen. Achte bei der Auswahl eines Anbieters auf die folgenden Kriterien.
1. Fähigkeiten
Das Entwerfen einer Visitenkarte erfordert umfassende Fähigkeiten, über die nur ein qualifizierter und erfahrener Designer verfügt. Dazu gehören konzeptionelles Denken, die technische Umsetzung sowie die Kenntnis und Anwendung von Designprinzipien.
Sie können auch Visitenkartenvorlagen für dein kleines Unternehmen erstellen, auf die du später immer wieder zurückgreifen kannst, ohne bei jedem neuen Mitarbeiter ein neues Design erstellen zu lassen.
2. Erfahrung
Designer sind auf ein breites Spektrum künstlerischer Tätigkeiten spezialisiert, aber ein Visitenkartendesigner verfügt über das Wissen und die praktische Erfahrung, um eine Visitenkarte zu entwerfen, die gut aussieht und dabei hilft, Empfänger in Kunden zu verwandeln.
3. Professionalität
Ein professioneller Designer weiß, wie wichtig die Einhaltung von Fristen, ausgezeichnete Kommunikationsfähigkeiten und Reaktionsfähigkeit sind. Die Zusammenarbeit mit einem Profi wird für dich wahrscheinlich eine positivere Erfahrung sein, als wenn du dich für einen Laien entscheidest.
4. Investition
Visitenkarten sind eine Investition in den zukünftigen Erfolg deines Unternehmens. Daher solltest du dieses Projekt nicht auf die leichte Schulter nehmen. Sie sind ein nützliches Marketinginstrument – eine Mini-Werbetafel in deiner Tasche – mit der du deine Reichweite und den Gewinn deines Unternehmens steigerst. Deshalb solltest du ihr Design in die Hände eines erfahrenen Profis legen.
9. Bewerte das Ergebnis
Als letzten Schritt solltest du das Visitenkartendesign bewerten, um festzustellen, ob es deinen Anforderungen entspricht und deine Marke von der besten Seite zeigt. Stelle dir dazu folgende Fragen:
Enthält es die wichtigsten Geschäftsinformationen? Dazu gehören das Logo, der Firmenname, der Slogan, deine Berufsbezeichnung, die URL der Website und deine Kontaktdaten (einschließlich Telefonnummer, E-Mail-Adresse und Standort).
Lassen sich die Informationen auf einen Blick erfassen? Das Design sollte für eine gute Lesbarkeit nicht zu überladen sein und jedes Element sollte einen angemessenen Leerraum um sich herum haben.
Spiegelt das Design das Branding deiner Marke und deine Persönlichkeit wider? Das Design sollte auf einen Blick vermitteln, was Kunden von deinem Unternehmen erwarten können, sei es Professionalität, Humor oder Einfachheit.
Repräsentieren die verwendeten Schriftarten deine Marke? Die Schriftarten sollten vermitteln, wer du bist und was du tust. Sie sollten auch mit deinen anderen Marketingmaterialien, beispielsweise deiner Website, harmonieren.
Kann die Karte wiederverwendet werden und dem Empfänger einen Mehrwert bieten? Lässt sich die Rückseite der Karte für Terminerinnerungen oder andere Notizen nutzen? Alternativ könntest du eine Visitenkarte in einen Magneten verwandeln, damit sie noch effektiver ist.
Prangt das Logo prominent auf der Visitenkarte? Oder stehen andere Elemente im Vordergrund?
Enthält die Visitenkarte einen Call-to-Action? Dadurch erhält der Empfänger Anweisungen, was als nächstes zu tun ist, zum Beispiel einen Termin per Telefon vereinbaren oder die Website besuchen.
Beauftrage einen professionellen Visitenkartendesigner
Steigere deine Sichtbarkeit mit einer professionellen Visitenkarte
Visitenkarten sehen nicht nur gut aus. Sie vermitteln einen ersten Eindruck deines Unternehmens, präsentieren deine Marke, geben deine Kontaktdaten an und verleihen deinem Unternehmen mehr Glaubwürdigkeit – alles auf einer einzigen kleinen Karte.
Eine Visitenkarte ist ein Spiegel deines Unternehmens. Überprüfe das Design und die Informationen noch einmal auf Tippfehler und andere Probleme, bevor du dich für eine Sonderveredelung entscheidest und die Karten drucken lässt.
Wie du in diesem Leitfaden erfahren hast, muss die Erstellung einer erfolgreichen Visitenkarte nicht schwierig, teuer oder mühsam sein. Nutze die Informationen in diesem Artikel und hol dir Unterstützung von einem Visitenkartendesigner, um von den zahllosen Vorteilen einer gut gestalteten Visitenkarte zu profitieren.
