Corporate Design erstellen: ein kompletter Leitfaden

Hier findest du alle Grundlagen zum Thema Corporate Design auf einen Blick!

26. August 2021
8 Minuten lesen
Erstellen eines Corporate Designs

Um die eigene Marke oder das eigene Unternehmen professionell zu präsentieren, ist ein gutes Corporate Design (CD) wichtig — es bringt der Firma ein einheitliches, stimmiges und dadurch glaubwürdiges Gesamtbild. Das Erscheinungsbild beeinflusst maßgeblich den ersten Eindruck, den potenzielle Kunden von deinem Unternehmen haben. Daher ist es eine grundlegende Aufgabe, viel Zeit und Gedanken in ein herausragendes CD zu stecken. Wie gelingt also die Gestaltung des Corporate Designs? Unser kleines Corporate Design Handbuch erklärt dir die Grundzüge zum Thema Brand Design, Logo Design & Co.!

Was ist Corporate Design?

Das Corporate Design ist das visuelle Erscheinungsbild eines Unternehmens. Es ist Teil der Corporate Identity, also dem Selbstbild, das ein Unternehmen von sich nach außen strahlen möchte. Ein gleichbleibendes Design zieht sich durch die gesamte Erscheinung des Unternehmens durch: Das Logo, die typische Farbgebung des Unternehmens (Hausfarben) und die Typografie sollten ineinander stimmig sein. Auch Produktverpackungen oder weitere Geschäftsausstattungen sollten immer auf das CD abgestimmt werden.
Ein gutes Beispiel für die Hausfarben ist die Telekom. Hört man von der Telekom, so assoziiert man damit vermutlich direkt das magentafarbene Auftreten des Unternehmens - ein gelungenes Corporate Design, das zu einem sehr hohen Wiedererkennungswert des gesamten Unternehmens führt. 

Corporate Design vs Corporate Identity — was ist der Unterschied? 

In der Praxis kommt es manchmal zu Verwechslungen bei den Begriffen „Corporate Design” und „Corporate Identity”. Der Unterschied lässt sich dabei eigentlich leicht merken: 
  • Die Corporate Identity (CI) ist das übergeordnete Selbstbild eines Unternehmens. Hier wird Fragen nachgegangen, wie: Wie möchte ich, dass ich selber mein Unternehmen wahrnehme? Es geht also um die eigene Wahrnehmung des Unternehmens, die dann bestenfalls im nächsten Schritt zu einem guten Fremdbild, also der Wahrnehmung der Kunden, Lieferanten & Co., führt.
  • Das Corporate Design hingegen ist Teil der CI: Durch einen grafischen „Leitfaden” wird das Unternehmen in seiner (optischen) Wirkung gestärkt und trägt zu einem stimmigen Gesamtbild ein. 
Also: Während das Corporate Design sich vor allem mit der Gestaltung des Unternehmens befasst, wird die Corporate Identity übergeordnet als Selbstbild des Unternehmens gesehen — es geht mehr um Dinge wie Einstellungen, Arbeitsmoral und vieles mehr.

Warum ist Corporate Design so wichtig? 

Der Markt ist heutzutage stark umkämpft: Es gibt nicht nur das eine Produkt, sondern es gibt viele, viele Produkte, die stark einander ähneln. Der Käufer kann frei und nach verschiedenen Kriterien entscheiden, welches Produkt er wählt. Unternehmen brauchen also ein Alleinstellungsmerkmal, um nicht in der Flut der Konkurrenz unterzugehen. 
Die Vorteile eines professionellen Corporate Designs:
  • Es schafft einen Wiedererkennungswert.
  • Es sorgt für einen einheitlichen Markenauftritt.
  • Dadurch wirkt das Außenbild professionell.
  • Dies sorgt wiederum, dass potenzielle Kunden eher Vertrauen zum Unternehmen fassen.
  • Langfristig eingesetzt führt es zu einem positiven Image des gesamten Unternehmens.
Einen pfiffigen Werbespruch mag man zwar kurzfristig im Gedächtnis behalten, was aber langfristig bei den Kunden im Kopf bleibt, ist die Optik eines Unternehmens.

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Was gehört alles zum Corporate Design dazu? 

Es gibt einige Komponente, die klassischerweise zum Corporate Design dazuzählen. Dazu gehören beispielsweise Visitenkarten und das Logo. Jedoch gibt es nicht die eine perfekte Corporate Design Lösung, die für jede Firma übertragbar ist. Die gewählten CD-Maßnahmen müssen immer logisch für das jeweilige Konzept des Unternehmens sein.
Für einen professionellen Markenauftritt bieten sich diese klassischen Corporate Design Elemente an:
  • Logo: Das Logo ist das Herzstück des Corporate Designs. Es repräsentiert das gesamte Unternehmen und gibt ihm „ein Gesicht”. Ein Corporate Logo ist am besten so einfach wie möglich gehalten. Damit ist nicht gemeint, dass man an Kreativität sparen soll! Ein Logo sollte allerdings sehr eindeutig sein, sodass es Kunden leicht fällt, es sich zu merken. Natürlich sollte dein Logo auch die Grundidee deines Business aufgreifen. Das schafft Sympathie und Authentizität. Weitere Anforderungen eines gelungenen Firmenlogos kann in unserem Fiverr Guide zum Erstellen eines Firmenlogos nachgelesen werden.
Du traust dir selbst das Logo Design nicht zu? Keine Sorge: Auf Fiverr stehen dir zahlreiche Grafikdesigner zur Auswahl bereit, die dir ein einzigartiges Logo für deine Marke entwerfen.
  • Hausfarben: Man findet sie im Logo wieder, im Briefpapier, auf der Website und so weiter. Deine Wahl wird einen großen Einfluss darauf haben, wie potenzielle Kunden deine Marke später wahrnehmen werden. Einige Beispiele: Die Farbe Rot wirkt laut, energetisch und jung, Violett wird eher mit Reichtum in Verbindung gebracht und hat deshalb eine luxuriöse Wirkung, Blau ist eine sehr bekannte Farbe, die den Eindruck von Stabilität macht und Gelb ist die Farbe der Fröhlichkeit.
  • Typografie: Auch die Schriftart kann die Eigenschaften deines Unternehmens abbilden. Serifenschriften gehören zu den klassischen Varianten und gelten als zeitlos. Elegant wird dein Corporate Design durch Sans-Serif-Schriften, wie etwa Helvetica. Die weichen Ecken solcher Schriftarten lassen einen Schriftzug modern und vollendet wirken.
  • Printmedien: Ebenso zählen Printmedien zum Corporate Design dazu: Flyer, Produktanzeigen, Einladungen, Gutscheine, Broschüren oder Kundenmagazine sind Teil der Printmedien eines Unternehmens. Die Hausfarben, die Typografie sowie das Logo sollten hier je nach Anlass eingesetzt werden. So bleibt der optische Auftritt kontinuierlich.  
  • Geschäftsausstattung: Des weiteren bietet es sich an, auch Präsentationen, Briefbögen oder Visitenkarten mit dem entwickelten Corporate Design zu versehen. Ein solch abgerundeter Markenauftritt sorgt für ein seriöses Image des Unternehmens. 
Du weißt nicht, wo du beim Design deiner Visitenkarten anfangen sollst? Zahlreiche Freelancer auf Fiverr können dir weiterhelfen: Sie entwerfen ein individuelles Visitenkarten-Design, das ganz genau zu deinem Unternehmen passt.
  • Produktverpackung: Natürlich sollte das Corporate Design auch in den Produkten deiner Marke wiederzufinden sein. Dem Kunden sollten vom anfänglichen Interesse, über die Kaufentscheidung bis hin zum erhaltenen Produkt dasselbe Designmuster begleiten. Dadurch prägt sich die Optik deines Unternehmens nachhaltig ein. 
  • Digitale Medien: Dazu gehört unter anderem die Unternehmens-Website. Die sollte möglichst ansprechend und verständlich aufgebaut sein und natürlich die wichtigen Corporate Design Elemente der Marke enthalten. Hier können die Hausfarben zum Einsatz kommen und das Logo sollte ebenfalls in das Webdesign eingebunden werden. 
  • Social Media: Auch in den sozialen Netzwerken ergibt es für viele Unternehmen heutzutage Sinn, präsent zu sein. Mit dem Logo als Profilbild setzt sich das Corporate Design auch hier weiter durch.
Wenn du das gesamte Thema Corporate Design lieber in erfahrene Hände legen möchtest, bist du auf Fiverr wunderbar aufgehoben: Hier warten Branding-Experten darauf, dir mit einem Brand Style Guide wertvolle Komponente deines Corporate Designs wie Logo, Typografie und Farbpalette zu entwerfen.

Welche Eigenschaften sollte ein wirkungsvolles Corporate Design erfüllen? 

Wie bereits angesprochen, ist ein Corporate Design dafür da, um dem Unternehmen verschiedene Eigenschaften zuzuweisen. Hier nochmals alle wichtigen Faktoren im Überblick:
  • Einheitlichkeit: Das Corporate Design deines Unternehmens sollte kontinuierlich sein. Ein einheitliches Gesamtbild wirkt harmonisch, was sich positiv auf das Unternehmensimage auswirkt.
  • Zeitlosigkeit: Ständig ein neues Corporate Design erstellen? Besser nicht. Dein Corporate Design sollte auf lange Zeit hin ausgerichtet sein. Wenn man das CD zu oft ändert, verliert es den Bezug zum Unternehmen — Kunden haben kein eindeutiges Bild mehr zu deiner Marke.
  • Wiedererkennungswert: Der Wiedererkennungswert ist mit die wichtigste Eigenschaft, die das CD mitbringen sollte. Entwickelst du ein starkes Corporate Design, steigt die Wahrscheinlichkeit rapide, dass sich wichtige Zielgruppen dein Unternehmen optisch merken und ihm verschiedene (positive) Eigenschaften zuordnen.
  • Einzigartigkeit: Die Einzigartigkeit deines Corporate Design bestimmt den Grad des Wiedererkennungswertes mit. Je stärker es sich von anderen Corporate Designs unterscheidet, desto leichter machst du es deinen Kunden, sich an deine Marke im Speziellen zu erinnern.
  • Skalierbarkeit: Hiermit ist gemeint, dass sich dein Corporate Design in mehreren Elementen einfügen lässt. Bestenfalls ist dein CD so konzipiert, dass es im Logo, auf deiner Website, deinen Visitenkarten und so weiter problemlos integriert werden kann.
  • Vertrauen erwecken: Das ist schlussendlich eines der höchsten Ziele, die das Corporate Design erreichen soll. Wenn du deinen Markenauftritt mit einem professionellen Corporate Design versiehst, steigert das deine Seriosität. Und das wiederum sorgt dafür, dass bei Kunden, Lieferanten und weiteren Geschäftspartnern wichtiges Vertrauen in dein Unternehmen geweckt wird. 

Welche Gestaltungselemente gehören zum Corporate Design? 

Einige davon sind bereits genannt worden, andere müssen noch erläutert werden:
  • Logo, 
  • Farbgebung, 
  • Schriftart, 
  • Bildsprache, 
  • Layout.
Auf die Bildsprache solltest du neben Schriftzügen und Farben ebenfalls setzen. Bilder wecken stärkere Emotionen in Menschen, als es beispielsweise ein simpler Text erreichen kann. Eigene Fotografien von Mitarbeitern, deinen Produkten usw. formen ein authentisches Abbild deines Unternehmens. Der Stil der Fotos kann immer auf dein individuelles Corporate Design abgestimmt werden.
Das Layout steht für das Gestaltungsraster, das du für deine Marke wählst. Wenn es immer wieder in deiner Marke auftaucht, strukturiert dies dein Erscheinungsbild und schafft für Kunden sofort Klarheit über den Charakter deines Unternehmens. Nach diesem Prinzip gestaltest du dann Geschäftsausstattungen, Flyer oder die Website.

Schritt für Schritt zum Corporate Design 

Nun hast du bereits einiges über die Bestandteile und Wirkung eines Corporate Designs gelernt. Wie geht man nun vor, wenn man ein neues Corporate Design von Grund auf neu definieren möchte? Klare Sache: Schritt für Schritt. Wir zeigen dir jetzt, wie!

Schritt 1: Markenanalyse (Brand Check)

Bevor du mit der Ausarbeitung eines Corporate Designs beginnen kannst, solltest du deine Marke selbst reflektieren. Stelle dir Fragen wie:
  • Was macht mein Unternehmen aus?
  • An welchem Punkt stehe ich gerade?
  • Welche Ziele habe ich für meine Marke?
Im Vorhinein solltest du also klar definiert haben, was der Status Quo ist und wo du mit deinem Unternehmen langfristig hin möchtest. Das ist wichtig, denn dein Corporate Design sollte in den nächsten Schritten genau auf diese Überlegungen aufgebaut werden.

Schritt 2: Positionierung und Strategie festlegen (Markenkern, Werte, Kundennutzen)

Nach dem Brand Check erfolgt deine Positionierung. Eine solch klare Definition deiner Marke kann helfen herauszufinden, was deine Stärken und Qualitäten sind und wie du diese geschickt im Corporate Design verwenden kannst.
  • Was macht meine Marke im Kern aus?
  • Welche Werte vertritt meine Marke?
  • Welchen Nutzen halte ich mit meinen Produkten oder Dienstleistungen für Kunden bereit?
Anschließend solltest du strategisch denken: Die Strategie ist der Grundbaustein für den Gestaltungsprozess deines Corporate Designs. Bei diesem Teilschritt solltest du dir Gedanken zum Branding machen. Als Branding bezeichnet man den Prozess einer Markenentwicklung. Hier wird das „Aushängeschild” deiner Marke geformt. Das Stichwort ist hier Emotionen: Ein gutes Branding lässt positive Emotionen in Verbindung mit dem Unternehmen entstehen. Das Branding ist insofern wichtig für dein Corporate Design, weil Designelemente des CDs durch das Branding geprägt werden.

Schritt 3: Gestaltungsrichtlinien, Do's & Dont's festhalten

Es ist immer eine gute Idee, die Gestaltungsrichtlinien für das Corporate Design im Vorhinein festzuhalten. Alle Do’s und Don’ts zu bündeln hilft dir dabei, stets bei deiner zuvor entwickelten Strategie zu bleiben. Natürlich kann sich in diesen Punkten während der Entwicklung deines Unternehmens einiges ändern — für den Start ist es aber oftmals sehr wertvoll, die Gestaltungsrichtlinien als Orientierung zur Hand zu haben.Schritt 4: Markendesign und Medien erstellen Nun kommt der kreative Part: Die Erstellung des Corporate Designs. Auf dem Weg zu deinem finalen Brand Design stehen mehrere Punkte an:
  • Farbpalette,
  • Typografie, 
  • Logo,
  • weitere Elemente wie die Geschäftsausstattung, Visitenkarten & Co.
Bei der kreativen Erstellung kannst du zuerst auch mehrere Varianten testen und abwägen, welches Design schlussendlich am besten zu deinem Markenauftritt passen würde.

Schritt 5: Corporate Design Handbuch intern streuen

In einem Corporate Design Handbuch hältst du alle Entscheidungen, Richtlinien und Elemente deines neuen CD fest. Dieses Dokument kannst du Mitarbeitern an die Hand geben, damit die Regeln von allen Teilhabenden des Unternehmens eingehalten werden. Auch hilfreich ist ein solches Handbuch, wenn du beispielsweise mit externen Grafikern zusammenarbeitest — dein Konzept kann so schnell verstanden und beibehalten werden. 
Fazit
Das Corporate Design ist mit der wichtigste Bestandteil eines Markenkonzeptes. Es entscheidet darüber, wie und ob die Marke auf dem stark umkämpften Markt wahrgenommen und angenommen wird. Genau aus diesen Gründen sollte ein Corporate Design mit Kreativität, Köpfchen und Bedacht entwickelt werden.