Businessplan erstellen: So schreibst du ein erfolgreiches Konzept für dein Unternehmen
Hier findest du Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Thema Businessplan!

Das Thema Businessplan wird unter Unternehmern und Gründern teils ganz unterschiedlich bewertet: während die einen ohne einen gut durchdachten Geschäftsplan niemals einer neuen Geschäftsidee nachgehen würden, halten die anderen ein ausführliches Business Konzept für überflüssig.
Hier findest du Antworten auf häufige Fragen zum Businessplan:
- Was ist ein Businessplan?
- Welchen Zweck hat ein Businessplan?
- Ist ein Businessplan Pflicht?
- Wem muss der Businessplan vorgelegt werden?
- Was sind die Vorteile eines Businessplans?
- Was sind die häufigsten Fehler beim Erstellen eines Businessplans?
- Was gehört in einen Businessplan?
- Wie viele Seiten hat ein Businessplan?
- Businessplan selbst erstellen oder erstellen lassen?
- Businessplan oder Business Model Canvas?
Was ist ein Businessplan?
Als Businessplan, oder auch Geschäftsplan genannt, bezeichnet man ein Konzept, in dem du deine Ideen und Ziele für dein Unternehmen zu Beginn deiner Selbstständigkeit festhältst. Im Grunde gehören dazu:
- deine konkreten Unternehmensziele,
- geplante Strategien für deine Vorhaben,
- sowie Maßnahmen, um deine Ziele zu erreichen.
Es ist ein erstes Business Konzept, um deine Geschäftsidee näher zu definieren. Neben deinem Grundgedanken sollten in dem Geschäftsplan auch weitere Fragen geklärt werden. Das sind beispielsweise Fragen zum:
- Management,
- gewünschten Wachstum des Unternehmens,
- Herstellung deiner Produkte, insofern welche vorhanden sind,
- Marketing und Vertrieb,
- wie auch zu den finanziellen Möglichkeiten.
Ein Businessplan gibt also die wichtigsten Rahmenbedingungen für dein Geschäft vor. Gerade bei einer Existenzgründung ist dies hilfreich: deine Geschäftsidee kann in den Strategiepapieren erste Formen annehmen.
Welchen Zweck hat ein Businessplan?
Hinter einem Businessplan können verschiedene Verwendungszwecke stecken. Hauptsächlich dient das Konzept aber dazu, deine Geschäftsidee für dich selbst umfassend zusammenzufassen und zugleich präsentierfähig für verschiedene Außenstehende zu machen, etwa wenn man Investoren für sein Unternehmen gewinnen möchte.
Deshalb solltest du einen Businessplan erstellen:
- Deine Unternehmensziele und Strategien werden festgelegt.
- Er ist ein Beweis dafür, dass dein Geschäftsmodell belastbar und vielversprechend ist.
- Um Fremdfinanzierung, beispielsweise durch einen Kredit, bewilligt zu bekommen, dient ein Businessplan als wichtiges Dokument.
- Ein konkretes Konzept nützt als Richtschnur für die Geschäftsentwicklung.
Außerdem hat ein Geschäftsplan interne und externe Funktionen.
Intern kann ein Businessplan eingesetzt werden, um:
- als Management-Reporting-Instrument zu fungieren (also um Führungskräfte über bestimmte neue Prozesse zu informieren),
- die Planung der Unternehmensentwicklung zu unterstützen,
- Veränderungsmaßnahmen eine Struktur zu geben,
- bei Entscheidungen des Unternehmensalltags zu helfen,
- sowie die Führung und Koordinierung des Tagesgeschäfts zu erleichtern und zu kontrollieren.
Extern kann ein Businessplan dazu eingesetzt werden, um:
- potenzielle Kapitalgeber zu überzeugen,
- Finanzierung durch Bankkredite zu erhalten,
- mit Geschäftspartnern zusammenzufinden,
- Fusionen und Übernahmen organisierter zu gestalten,
- sowie bereits bestehende Geschäftsbeziehungen abzusichern.
Ist ein Businessplan Pflicht?
Klare Antwort: Nein, ein Businessplan ist im Allgemeinen keine Pflicht, wenn du in die Selbstständigkeit einsteigen möchtest. Er muss auch nicht nach einem bestimmten Muster geschrieben werden. Du solltest bzw. musst dennoch darüber nachdenken, einen Businessplan zu schreiben, wenn:
- du deine Ziele, Ideen, Strategien und mögliche Risiken für dich festhalten möchtest,
- oder einen Kredit bei der Bank aufnehmen möchtest.
Tipp: Egal, ob Investor oder Bank — um externe Finanzierungsmittel für dein Unternehmen bewilligt zu bekommen, musst du etwas vorweisen können. Eine Bank bewertet anhand deines Geschäftsplans, ob du einen Kredit erhältst oder nicht. Sie beurteilt dein Unternehmen danach, wie du deinen Businessplan inhaltlich gestaltest, welche Erfolgsaussichten dein Geschäft hat und wie besonders deine Idee oder das Produkt ist.
Wem muss der Businessplan vorgelegt werden?
Ein Businessplan ist ein benötigtes Schriftstück, wenn du externe Finanzmittel erhalten möchtest. Das gilt hauptsächlich für drei verschiedene Institutionen:
- Kreditinstitut / Bank
- Bundesagentur für Arbeit (Existenzgründerförderung)
- Andere Fördermittelgeber (z.B. Stiftungen oder private Investoren)
Was sind die Vorteile eines Businessplans?
Hier die fünf wichtigsten Vorteile, weshalb du einen Businessplan schreiben solltest:
- Deine Geschäftsidee wird klar ausformuliert. Bei einer Existenzgründung springen vermutlich viele Ideen und großer Ehrgeiz pausenlos durch deinen Kopf. Wenn du dir ein klares Bild von dem machst, was deine Idee wirklich ausmacht, organisierst du dich von Beginn an und bereitest erste wichtige Schritte deines Business korrekt vor.
- Du hast weniger Risiko.Indem du dir klare Ziele und Strategien in deinem Konzept festsetzt, gibt dir das mehr Sicherheit in den nächsten Handlungen. Es minimiert das Risiko, dass du etwas vergisst oder übersiehst.
- Du erhältst Übersicht über das benötigte Kapital. Weil du in deinem Businessplan alle Rahmenbedingungen erfasst, kannst du leichter einsehen, wie viel Kapital du für die Umsetzung deiner Geschäftsidee brauchst.
- Du lernst die Markt- und Wettbewerbssituation kennen. Als Unternehmer ist es deine Aufgabe, die Marktsituation im Auge zu behalten. Dank deines Plans kannst du den derzeitigen Stand des Marktes und Wettbewerbs definieren und anhand dessen die passenden Maßnahmen für dein Business ergreifen.
- Du hast einen Maßstab um den späteren Erfolg deines Unternehmens zu messen. Anhand deines Businessplans kannst du überprüfen, wie erfolgreich dein Geschäft bisher war. Wurden deine Ziele erreicht? Bei Bedarf kannst du dann Maßnahmen noch anpassen.
Was sind die häufigsten Fehler beim Erstellen eines Businessplans?
Natürlich kann bei der Erstellung eines Businessplans auch etwas schief gehen. Damit du dem aus dem Weg gehen kannst, fassen wir dir hier die fünf typischen Fehler zusammen, die du vermeiden solltest:
- Du hast deine Zielgruppe gar nicht oder unzureichend analysiert. Deine Zielgruppe bestimmt später über den Erfolg deines Business. Deshalb solltest du sie unbedingt ausgiebig nach verschiedenen Gesichtspunkten analysieren und gruppieren.
- Du schätzt die Marktgröße und das Potenzial deines Unternehmens zu groß oder falsch ein. Du solltest den Markt, auf dem du dich mit deinem Unternehmen positionieren möchtest, genauestens betrachten: nur so kannst du zuverlässige Aussagen über dein mögliches Potenzial tätigen. Wenn du hier unsauber arbeitest und zum Beispiel den Markt sowie das Potenzial größer darstellst, als es tatsächlich ist, macht das auf mögliche Investoren einen schlechten Eindruck.
- Du unterschätzt deine Konkurrenz. Es ist immer gefährlich, die eigene Konkurrenz nicht mitzurechnen. Sei dir stets bewusst, dass auch deine Mitstreiter sich darum bemühen, ihr Business bestmöglichst voranzutreiben.
- Du spielst mögliche Risiken herunter. No risk, no fun? In dem Kontext lieber nicht. Stattdessen hilft dir die Aufzählung möglicher Risiken dabei, strategischer und kontrollierter deine Geschäftsidee umzusetzen.
- Du setzt zu geringe Kosten oder einen zu hohen Umsatz an. Um später nicht auf zusätzlichen Kosten sitzen zu bleiben, solltest du deine Finanzen in deinem Konzept realistisch einschätzen. Besser ist es, zunächst mit weniger Umsatz und höheren Kosten zu rechnen, als im schlimmsten Fall Schulden anzusammeln.
Was gehört in einen Businessplan?
Einige Aspekte solltest du unbedingt aufführen, damit dein Plan vollständig ist. Diese haben wir dir hier zusammengefasst:
- Zusammenfassung (Executive Summary): Zu Beginn deines Plans solltest du dem Leser einen Überblick geben. Dieser Part ist mit der Wichtigste: hier entscheidet der Leser, ob er weiterlesen möchte oder ob die Idee für ihn bereits ausscheidet.
- Gründerprofil: Natürlich musst du auch dich als Gründer beziehungsweise dein Gründerteam vorstellen. Dazu gehören Angaben zu Namen, Geburtsdaten, Werdegang, ggf. Qualifikationen oder Zertifikate, Stärken, Schwächen und Motivationsgründe hinter deinem Geschäft.
- Geschäftsidee / Produkte / Dienstleistungen: In diesem Teil deines Plans beschreibst du den springenden Punkt deiner Geschäftsidee. Erkläre umfassend, was deine Idee ausmacht, welche Vision du verfolgst, was das besondere an deinem Produkt oder deiner Dienstleistung ist und wie du deine Unternehmensziele erreichen möchtest. Versuche hierbei nicht allzu fachlich zu schreiben, sondern so, dass eine Person, die rein gar nichts mit deiner Branche am Hut hat, auch versteht, was du vorhast.
- Markt und Wettbewerb: Dieser Part liefert sowohl dir selbst wichtige Hinweise auf die Marktchancen deines Unternehmens als auch potenziellen Fördermittelgebern: hier analysierst du genau deinen Markt und den dort vorherrschenden Wettbewerb. Dein Ziel sollte es sein, aussagekräftig aufzeigen zu können, welche Mitstreiter du hast, was deren Stärken wie auch Schwächen sind und weshalb du dich mit deinem Business dennoch von den Mitbewerbern abgrenzen kannst.
Wenn du Hilfe bei der richtigen Marktanalyse brauchst, findest du auf Fiverr Marktexperten, die für dich die Marktanalyse übernehmen.
- Marketing: Hier beschreibst du zunächst, welche Marketingmaßnahmen du ergreifen möchtest, um auf dein Geschäft aufmerksam zu machen. Erläutere auch, welche Zielgruppen du ansprechen möchtest, was für ein Marketing-Budget dir zur Verfügung steht und — falls geplant — Angaben zu möglichen Partnern für diesen Bereich.
- Organisation (Wer macht was): In diesem Teil des Businessplans gehst du darauf ein, wie du anstehende Aufgaben in deinem Team verteilst. Besetze die verschiedenen Aufgabenbereiche mit den passenden Personen und schreibe detailliert auf, was genau wo anfallen wird.
- Rechtsform: Nun setzt du dich mit den rechtlichen und steuerlichen Bestimmungen deines Business auseinander. Führe auf, welche Rechtsform du auswählst und begründe die Entscheidung.
- Chancen und Risiken (SWOT-Analyse): In deinem Geschäftsplan solltest du auch die Chancen und Risiken deines Unternehmens aufführen — sei dabei unbedingt ehrlich und realistisch. Du kannst dich bei der Analyse an der SWOT-Analyse orientieren: das steht für „Strengths (Stärken), Weaknesses (Schwächen), Opportunities (Chancen) und Threats (Risiken)“.
- Finanzplan: Der Finanzplan wird von Banken und Investoren besonders aufmerksam gelesen. Arbeite deshalb hier sehr gründlich auf, welche geplanten Investitionen für dein Unternehmen anstehen, wie die Umsatzentwicklung aussehen sollte und was für einen Kapitalbedarf du hast.
- Unterlagen: Zum Schluss des Businessplans kannst du noch Dokumente hinzufügen, die im Zusammenhang mit deiner Gründung und dem Plan stehen. Das sind beispielsweise verschiedene Zeugnisse, Zertifikate, Lebensläufe oder ein Patent.
Wie viele Seiten hat ein Businessplan?
Grundsätzlich spielt die Seitenanzahl bei einem Businessplan keine Rolle. Es kommt auf dein Unternehmen an: manchmal reichen wenige Seiten, um deinen Kerngedanken präzise festzuhalten und manchmal braucht eine Geschäftsidee mehr Platz, um optimal zur Geltung zu kommen. Wichtig ist, dass der Business Plan Inhalt vollständig und schlüssig ist.
Businessplan selbst erstellen oder erstellen lassen?
Bei der Frage, ob man einen Businessplan besser selbst erstellt oder ihn schreiben lässt, gibt es für beide Möglichkeiten Vor- und Nachteile.
Businessplan selber schreiben:
- Vorteil: Du kennst dein Business Modell am besten. Deswegen liegt es nah, dass du als Gründer bzw. das ganze Gründer-Team diese Aufgabe übernimmt.
- Nachteil: Ein Businessplan ist manchmal gar nicht so leicht zu erstellen. Er weist viele Punkte auf, die kompliziert sein können, wenn man sich nicht täglich mit ihnen befasst. Dazu gehört beispielsweise die Marktanalyse oder der Finanzplan. Schnell kann hier etwas schief gehen, sodass der Plan falsch aufgestellt wird oder er später Investoren durch seine Mängel nicht überzeugt.
Businessplan erstellen lassen:
- Vorteil: Du kannst die wichtige Aufgabe in die Hände von echten Profis übergeben. Experten wissen genau, worauf es bei einem Businessplan ankommt und können deine Geschäftsidee korrekt, präzise und überzeugend aufbereiten. So kannst du sicher gehen, dass auch knifflige Parts wie die Marktanalyse oder der Finanzbereich richtig in dein Konzept integriert werden.
- Nachteil: Jemand anderes hat es in der Hand, wie dein Unternehmen im Plan präsentiert wird. Wähle deshalb bewusst Personen für die Aufgabe aus, die Experten auf dem Gebiet sind und sich gut in dein Geschäftsmodell hineindenken können.
Wenn du dich doch unsicher fühlst, kannst du dir Unterstützung dazuholen: auf Fiverr findest du professionelle Freelancer, die sich in dem Bereich perfekt auskennen und dir Businesspläne schreiben.
Businessplan oder Business Model Canvas?
Als Business Model Canvas bezeichnet man eine Methode, die dazu dient, dir einen Überblick über die wichtigsten Aspekte deiner Geschäftsidee zu verschaffen. Du überprüfst mithilfe der Methode, ob dein Business auch in der Praxis funktionieren würde und wo du noch etwas nachbessern kannst.
Das mag sich nun im ersten Moment stark wie ein Businessplan anhören — aber es gibt Unterschiede im Ausmaß der beiden Konzepte. Was du nun für dich wählen solltest, hängt von deinen Unternehmenszielen und deinen Plänen für die Dimensionen deines Business ab.
Ein Businessplan ist die bessere Wahl, wenn du:
- deine Geschäftsidee im Kern erfassen und präsentieren möchtest,
- detailliert wichtige Rahmenbedingungen festhalten möchtest,
- egal welche Form von Fremdfinanzierung anstrebst.
Ein Business Model Canvas ist sinnvoll, wenn du:
- allgemein deine Geschäftsidee festhalten möchtest,
- deine Ideen und Ziele visualisieren möchtest,
- bestehende Geschäftsideen verbessern und ausbauen möchtest.