Effektive Call-to-Action (CTA) formulieren und gezielt einsetzen

Hier erhältst du alles Wissenswerte rund um das Thema CTA auf einen Blick!

21. Oktober 2021
7 Minuten lesen
Call-to-Action formulieren

Ein simples Werkzeug, um potenzielle Kunden von einem Kauf oder anderen Interaktionen mit dem Unternehmen zu bewegen, sind Call-to-Actions (CTA): Diese Handlungsaufrufe sind für jedes Business Modell unverzichtbar. Was genau ein CTA ist, was er bewirkt und wie du mit raffinierten CTAs mehr Erfolg für dein Unternehmen erzielen kannst, erfährst du hier in unserem CTA-Guide.

Was ist ein CTA?

Der Call-to-Action ― abgekürzt als „CTA” bekannt ― ist ein Begriff aus dem Bereich des Marketings. Grundsätzlich definiert er jegliche Handlungsaufforderung, die von einem Unternehmen oder einer Marke an Kunden und potenzielle Kunden gerichtet wird. Ein CTA ist demnach ein Hilfsmittel, das eine sofortige Reaktion beim Gegenüber bewirken soll. Zum Beispiel helfen gezielte CTAs bei der Conversion von Interessenten zu Kunden.
Die Reaktionen sind dabei nicht ausschließlich auf den Kauf eines Produktes ausgelegt: Neben dem Aufruf zum Kauf gibt es weitere CTAs, wie etwa die Aufforderung auf eine bestimmte Webseite zu klicken oder einen Newsletter zu abonnieren. Typischerweise findet man Call-to-Actions auf Websites, in Anzeigen oder E-Mails bzw. Newsletter. Weiter findet man CTAs in Werbung, auf Social Media, Produktseiten oder extra angelegten Conversion Landing Pages. Ziel dabei ist immer die Interaktion des Kundens mit dem Unternehmen.
Was soll ein CTA bewirken?
Wie bereits angesprochen, kann die Wirkung eines CTA unterschiedlich ausgerichtet sein. Übergeordnet steht immer die Reaktion auf das Unternehmen: Es soll zu Gefühlen, Gedanken und schlussendlich zur Handlung kommen.
Ein CTA kann:
  • zum Kauf anspornen: Durch geschickte Formulierungen und die richtigen Worte werden Besucher einer Website durch einen CTA zu Käufern. Es lassen sich vermutlich eher Website Conversions verzeichnen, wenn die CTA gut konzipiert und sichtbar für den User platziert ist.
  • zum Besuch einer Website anregen: Wenn du beispielsweise in Videos oder E-Mails mit einem guten Call-to-Action zum Aufruf deiner Website aufforderst, wirst du mehr Aufrufe dort verzeichnen, als wenn du lediglich den Hinweis auf deine Website in das Video bzw die E-Mail einbaust. Wenn man Videowerbung betreibt, ist ein CTA unersetzlich, denn allein der Aufruf regt den Zuschauer an, nach dem Video eine weitere Handlung auszuführen. Auf Fiverr findest du zahlreiche Freelancer, die dir gerne beim Thema Videowerbung zur Seite stehen.
  • zur Anmeldung zu einem Newsletter, Probeabo oder Formular motivieren: Mit CTA bindest du deine Kunden besser an dein Unternehmen und bleibst mit deiner Zielgruppe in Kontakt.
  • zum Sammeln von Adressen für spätere Zwecke eingesetzt werden: Auch hier kann ein CTA zu Marketingzwecken dienen und wichtige Informationen sammeln, die dir beispielsweise beim Zielgruppen-Targeting helfen könnten.
  • als Wegweiser auf der Website dienen: Mit „Hier klicken”-Buttons erleichterst du Besuchern deiner Website den Aufenthalt und steigerst die Wahrscheinlichkeit, dass die Verweildauer länger wird. Mit einer längeren Verweildauer auf der Website wird deine Website insgesamt für Suchmaschinen interessanter und du rutschst möglicherweise im Google Ranking weiter nach oben.
  • Engagement steigern: Wenn durch die Handlungsaufrufe die Aufmerksamkeit generell stärker auf dich und dein Unternehmen gerichtet wird, ist es auch leichter, Kunden zu Bewertungen, Kommentaren oder Umfragen zu bewegen.
CTAs können also zu verschiedenen Zwecken eingesetzt werden. Grundsätzlich sollen sie aber den Conversion Funnel eines Unternehmens befeuern ― also die Transformierung vom Interessenten zum Kunden vorantreiben.

Welche verschiedene Arten von CTA gibt es?

In ihrer Funktion sind CTAs also prinzipiell gleich. Doch in der Art und Weise wie sie auftreten, gibt es noch einmal Unterschiede:

Aktiver CTA vs. passiver CTA

Der Unterschied zwischen diesen beiden Varianten ist leicht erklärt. Einen aktiven CTA kannst du dir als direkte Ansprache vorstellen, während ein passiver CTA allgemeiner gehalten ist. So würde ein aktiver CTA aussehen:  „Kaufe hier jetzt das Produkt!”. Im Gegensatz dazu steht der passive CTA: „Hier kann das Produkt gekauft werden”.
Selten ist ein passiver CTA ratsam. Manchmal werden sie aber eingesetzt, wenn man dem möglichen Kunden insbesondere das Gefühl vermitteln möchte, dass ihm nichts aufgedrängt wird. Das kann beispielsweise bei Spendenaufrufen passen. „Hier kann gespendet werden” klingt weniger forsch als „Jetzt spenden!” ― aber das ist nicht nur eine Frage der Zielgruppe, sondern auch sicherlich Geschmackssache. 

Erscheinungsformen

  • CTA Button: Der Call-to-Action Button ist deshalb so geschickt, weil er Visuelles mit Haptischem verbindet. Der Besucher einer Landing Page steht etwas „Greifbarem” gegenüber. Nicht umsonst sind „Kaufen”-Buttons meist besonders im Vordergrund und attraktiv für den möglichen Kunden gestaltet.
  • Bild-CTA: Um Kunden die Handlung noch näher zu bringen, gibt es noch CTAs in Verbindung mit einem Bild. Gut sichtbar unter dem Bild oder direkt im Zentrum angebracht kann der CTA Button so noch mehr in den Fokus gerückt werden.
  • Inline-CTA: Wenn man über CTAs nachdenkt, sind die oben genannten Arten vermutlich die, an einem zuerst in den Sinn kommen würden. Doch dass es auch anders geht, zeigt der Inline-CTA. Er ist wesentlich unaufdringlicher, weil hier kein Mega-Button zum Einsatz kommt, sondern lediglich mit einem Link auf etwas Weiterführendes, bei einem Blog zum Beispiel weitere Informationen, verwiesen wird. Für einen Kaufanreiz mag das vielleicht zu subtil sein, doch um Besucher etwa für weitere Artikel des Blogs zu begeistern, ist ein Inline-CTA eine Überlegung wert.
  • Sticky CTA: Der Sticky CTA kommt insbesondere auf Websites zum Einsatz. Während der User scrollt, bleibt der Sticky CTA in Form eines Buttons stets sichtbar. Er bleibt dem Besucher der Website so während seinem Verbleib auf der Seite durchgehend im Blickfeld. Das fördert nochmals die Chance, dass der User auf den Button klickt und der Handlungsaufforderung folgt.
  • Pop-up CTA: Ein Pop-up CTA funktioniert ähnlich wie eine Pop-up Ad. Besucht ein User eine Landing Page, ploppt der CTA Button nach einer bestimmten Zeit oder an einer bestimmten Stelle auf. Durch das „plötzliche” Auftreten fällt der CTA dem User deutlich ins Auge. Bei einer guten Platzierung und Gestaltung des CTA Buttons liegen die Chancen hoch, dass der Besucher der Website dem Aufruf folgt. Allerdings sollte man auch bedenken, dass manche Kunden Pop-ups als nervig empfinden, eben genau deshalb, weil es so viele Werbeanzeigen in Pop-up-Form gibt. Häufig wird einfach weggeklickt, ohne sich den CTA richtig anzusehen. 
  • Seitenleiste-CTA: Ein CTA in der Seitenleiste zu integrieren kann ein guter Kompromiss aus einem statischen CTA und einem Pop-up CTA sein: Der User wird in seinem Besuchererlebnis nicht unterbrochen, wenn in der Seitenleiste der CTA angezeigt wird. Auf der anderen Seite könnte die Gefahr bestehen, dass er den Call-to-Action dann gar nicht bemerkt. Bei einem Seitenleiste-CTA ist deshalb die Gestaltung als besonders wichtig hervorzuheben.

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Wie schreibt man einen guten Call-to-Action?

Viele Call-to-Action Beispiele bauen auf demselben Prinzip auf: Kurz, knackig, mit Handlungswörtern. Das ist auch erstmal der richtige Weg. Die oberste Regel: Der CTA muss klar transportiert werden.

Hier sind unsere 4 Tipps fürs CTA-Schreiben:

  • Nichts überstürzen: Wenn du nach einem Text auf deinen CTA lenken willst, beachte, dass du den Interessenten vorher genügend Kaufanreize gibst, bevor du mit deiner klaren Ansage an ihn herantrittst.
  • Benutze Handlungswörter: „Kaufen”, „klicken”, „informieren” ― diese Wörter beschreiben alle eine aktive Handlung. Aktionswörter sind für CTAs natürlich am besten geeignet.
  • Emotionen wecken: Wie beinah überall im Marketing ist auch bei einem CTA die Emotion dahinter wichtig. Diese baust du Stück für Stück auf und konzentrierst dich beim CTA komplett auf dieses Gefühl. Ein CTA Beispiel: Du besitzt eine Marke für Kosmetikprodukte. Mithilfe einer Landing Page möchtest du neue Kunden von deinem Newsletter überzeugen. Nachdem die Seite angelegt ist, formulierst du einen Text, der inhaltlich zum Produkt passt und ein Wir-Gefühl vermittelt. Wenn du im Kopf des Interessenten ein Bild von Gemeinschaft und Wohlbefinden erzeugt hast, kannst du den Call-to-Action mit der ähnlichen Emotion verfassen. Hier wäre zum Beispiel „Werde jetzt Teil unserer Community” und anschließend „Jetzt Newsletter abonnieren” eine Möglichkeit.
  • Sei kreativ: Halte dich nicht zu strikt an die Call-to-Action Beispiele, die du jeden Tag siehst. Sei erfinderisch und denke dir neue, ansprechende Formulierungen aus, die speziell deine Zielgruppe überzeugen. Wichtig ist es in jedem Fall, vor dem CTA Button mit Emotionen und guten Formulierungen zu spielen, um deine Zielgruppe auf den CTA zuzuführen.
Einen guten CTA traust du dir vielleicht noch zu, aber sonst sind Texte eher nicht so dein Ding? Keine Sorge: Auf Fiverr gibt es viele Content-Experten, die dir gerne Website-Texte schreiben und dich auch in Sachen CTA unterstützen. 

Was muss ich bei der Gestaltung des CTA-Button beachten?

Nach den inhaltlichen Aspekten ist nun noch die Gestaltung gefragt. Schließlich muss der CTA Button auch auffallen!
  1. Der CTA Button sollte sich deutlich vom Rest der Website, der E-Mail oder der Anzeige unterscheiden
  2. Dafür sind Farben, Formen und die Größe ausschlaggebend.
  3. Kontraste sind eine gute Idee, um dem potenziellen Kunden auf den Call-to-Action aufmerksam zu machen.
  4. Die Farbe soll sich zwar abheben, aber trotzdem in gewissem Maße zur Farbgestaltung des Unternehmens passen.
  5. Ein gut gestalteter Website-Banner kann den CTA unterstützen. Stell dir eine Landing Page vor: Der Besucher landet auf der Seite und sieht direkt einen großen Banner vor sich. Links oben ist der CTA Button integriert. Wenn der Website-Banner emotional und ansprechend gestaltet ist, steigert das die Chance, dass tatsächlich dem CTA nachgegangen wird.Wenn Design nicht zu deinen Fähigkeiten zählt, ist das nicht schlimm: Auf Fiverr warten Web-Designer nur darauf, für dich den passenden Web-Banner zu gestalten.
  6. Die Schrift sollte gut lesbar sein. Achte auf die Schriftgröße, die Farbe und Schriftart.
  7. Gestalte deinen CTA Button so, dass du ihn sinnvoll platzieren kannst ― egal, ob er auf eine Website, Google-Ad oder am Ende einer E-Mail eingesetzt werden soll. Der Button soll später gut sichtbar sein, aber auch nicht an unpassenden Stellen eingefügt werden oder an Stellen, an denen er den User stört.
  8. Die goldene Mitte: Übertreib es mit der Gestaltung nicht. Statt eines wild blickenden „Hier kaufen!”-Buttons sind einfache, klare CTA Buttons nicht nur eindeutiger für den Kunden, sondern auch sympathischer. Versuche, eine passende Mischung zu finden.