Schritt 1: Definiere klare Marketingziele für dein Unternehmen
Die Gründe, warum Solo-Selbstständige auf Social Media setzen, können sehr unterschiedlich sein. Jemand, der Handmade-Produkte auf Etsy verkauft, hat andere Ziele, wie ein hochspezialisierter IT-Berater.
Unterschiedliche Ziele erfordern unterschiedliche Kanäle und unterschiedliche Content-Strategien. Eine einheitliche Erfolgsformel für alle Anwendungsfälle gibt es nicht.
Frage dich zunächst, warum du diesen Social-Media-Plan erstellen willst. Dieses Ziel wird den gesamten Prozess leiten. Wir empfehlen dafür, die Zielsetzung nach der SMART-Methode. Stelle sicher, dass dein Ziel: spezifisch,
messbar,
erreichbar,
angemessen und
terminiert ist.
Angenommen, du bist ein Grafiker, der personalisierte Kunst verkauft. Dein SMART-Ziel könnte wie folgt aussehen:
Ich möchte im dritten Quartal 2024 2.500 neue Follower auf Instagram gewinnen.
Ich möchte bis September 2024 Kunst im Wert von 1.250 Euro verkaufen.
Ich möchte bis Dezember 2024 mit drei YouTubern zusammenarbeiten.
Was ist der häufigste Fehler von Solo-Selbstständigen? Sie glauben, sie müssten direkt mit der Erstellung von Inhalten beginnen. Doch dieser Ansatz führt oft zu Burnout und enttäuschenden Ergebnissen. Irgendwann verlassen sie die Plattformen und denken, dass sie nicht funktionieren.
Beginne also mit der Recherche – genauer gesagt mit:
Marktforschung
Wettbewerbsanalyse und
Kundenrecherche.
Auf diese Weise erlangst du Klarheit zu Wer, Wie und Was deiner Social-Media-Strategie.
Beginne mit der Kundenrecherche. Sprich mit Bestandskunden (falls vorhanden) oder Personen, die zu deinem Kundenavatar passen. Führe beispielsweise ein Einzelgespräch durch und frage die Person, womit sie zu kämpfen hat, welche Plattformen sie am häufigsten besucht und wie sie derzeit vorgeht.
Ein freiberuflicher Copywriter könnte beispielsweise seine Kunden fragen, warum sie einen Copywriter eingestellt haben, wo sie nach einem Copywriter gesucht haben und wie sie ohne Copywriter gearbeitet hätten. Dadurch erhältst du Einblicke in die Art der Inhalte, die du veröffentlichen solltest, und in die für dich passenden Plattformen.
Sobald du eine Liste potenzieller Plattformen erstellt hast, recherchiere diese gründlich und schau, ob sich dort auch deine Wettbewerber tummeln. Beantworte auf dieser Grundlage die folgenden Fragen:
Sind andere Solo-Selbstständige auf dieser Plattform erfolgreich?
Welche Art von Inhalten veröffentlichen sie?
Welche Inhalte funktionieren nicht gut?
Welche Content-Formate sind derzeit beliebt?
Wie unterscheidest du dich von diesen Unternehmern?
Nutze diese Daten, um eine digitale Marketingstrategie zu erstellen, die deine Werte und Angebote hervorhebt.
💡Lesetipp: Welche Plattform passt am besten zu dir: Facebook oder Instagram? Oder doch lieber TikTok? In diesen zwei verlinkten Artikeln findest du einen umfangreichen Vergleich der Plattformen. Entscheide dich nun für die sozialen Netzwerke, die zu deinen Marketingzielen und deiner Zielgruppe passen. Beschränke dich auf eine oder zwei Plattformen. Wenn du dort Erfolge erzielst, kannst du deine Präsenz später auf andere Plattformen ausweiten.
Informiere dich über die Plattform oder wende dich bei Bedarf an einen Personal-Branding-Strategen mit Erfahrung auf dieser Plattform. Beispielsweise kann ein LinkedIn-Experte einen soliden Plan erstellen, der auf diese Plattform und ihre Eigenheiten ausgerichtet ist. Hinweis: Unsere Vorlage umfasst bereits die beliebtesten Social-Media-Netzwerke.
In einem sind sich alle Content-Creator einig: Konsistenz ist der Schlüssel zum Erfolg. Und Konsequenz verstärkt sich mit der Zeit.
Vergleiche Social Media mit der Investition in Aktien: Mit einer einmaligen Investition erzielst du nur minimale Renditen. Wenn du jedoch regelmäßig und jahrelang in einen ETF-Sparplan einzahlst, baust du langfristig Vermögen auf.
Das sollte auch dein Ziel bei Social Media sein.
Erstelle eine Strategie, die dein Hauptziel unterstützt und setze sie mithilfe deines Social-Media-Kalenders um. Wenn dein Ziel beispielsweise darin besteht, die Zahl der Anmeldungen für dein Beta-Softwareprodukt zu erhöhen, dann könnte deine Strategie wie folgt aussehen:
Veröffentliche hilfreichen Content basierend auf den Problemen, die dein Produkt löst (lehrreich)
Hinterfrage gängige Vorstellungen oder Vorgehensweisen in deiner Branche (inspirierend)
Zeige dein Produkt mindestens einmal pro Woche in Aktion für verschiedene Anwendungsfälle (werbend)
Beispielbeiträge für ein LinkedIn-Konto
Nutze diese Erkenntnisse als Leitfaden für deine Content-Cluster, also breite Themenkategorien, und Themen für jeden Beitrag. Ein Webshop-Inhaber könnte beispielsweise über E-Commerce-Markttrends und seine Produkte sprechen.
Überlege anhand der folgenden Kriterien, welche Inhaltsformate – wie Text, Bildkarussells oder Videos – sich für diese Themen am besten eignen:
Wie lässt sich diese Information am besten präsentieren?
Welche Ressourcen (Zeit, Mühe, Geld) stehen dir zur Verfügung?
Welche Formate werden aktuell von dieser Plattform bevorzugt?
Mit einem Social-Media-Kalender bist du gut vorbereitet und auf dem Laufenden. Eine Herausforderung bleibt jedoch bestehen: Zeitmangel. Wir empfehlen dir daher, mehrere Beiträge auf einmal zu erstellen.
Überlege dir im Voraus mehrere Themen, erstelle Inhalte und plane den Veröffentlichungszeitpunkt ein.
Jede Woche von Null zu beginnen, ist schwer, vor allem, wenn du es nicht schaffst, zum geplanten Zeitpunkt zu posten oder eine längere Social-Media-Pause einlegst.
Nutze unseren Social-Media-Kalender, um mehrere Beiträge im Voraus zu erstellen
Erstelle Inhalte für mehrere Tage oder Wochen im Voraus, um Schwung aufzubauen und den Ball ins Rollen zu bringen. Und wenn das nicht möglich ist, kannst du auch einen freiberuflichen Social-Media-Manager mit der Verwaltung deines Social-Media-Kontos beauftragen. Nutze die kostenlosen Versionen von Social-Media-Planungstools wie Buffer und Hootsuite, wenn du nur wenige Social-Media-Beiträge einplanen willst (anderenfalls benötigst du ein kostenpflichtiges Abo). So bleibst du konsistent, ohne den ganzen Tag an deine Geräte gebunden zu sein. Schritt 6: Überwache deine Analysen und passe deine Strategie an
Einfach nur zu posten reicht nicht. Du solltest die Performance deiner Beiträge im Auge behalten, um zu verstehen, was bei deiner Zielgruppe gut ankommt und was nicht.
Wenn dein textlastiger Post als Karussell mehr Aufmerksamkeit erregt, weißt du, dass dieses Format für solche Inhalte besser geeignet ist. Überwache beispielsweise folgende Metriken:
Impressionen oder Reichweite
Likes
Kommentare
Shares oder Reposts
Klickrate
Conversion-Rate
Viele Social-Media-Analysetools wie RivalIQ und Quintly liefern diese Einblicke. Aber auch die Plattformen selbst, wie Facebook, Instagram und LinkedIn, stellen dir diese Daten zur Verfügung.
Verfolge die Ergebnisse deiner Strategie und passe sie kontinuierlich an deine Zielgruppe und die Plattform an.
Nutze unsere kostenlose Social-Media-Kalender-Vorlage für Solo-Selbstständige. Erstelle eine Kopie und verwende sie entweder direkt in Google Drive oder lade sie als Excel- oder Google Sheets-Datei auf deinen PC herunter.
Passe die Vorlage an deine individuellen Anforderungen an und plane deinen Content für 2024 in einer übersichtlichen Datei.
Fiverr befragte Unternehmensgründer und Marketingprofis nach ihren besten Social-Media-Tipps für Solo-Selbstständige:
Es klingt verlockend, gleich von Anfang an auf fünf verschiedenen Plattformen zu posten. Doch diese Strategie ist nicht nachhaltig und führt zu Enttäuschungen.
Erstelle zunächst eine Bibliothek mit hochwertigen Inhalten und veröffentliche regelmäßig Variationen dieser Inhalte.
„Abgesehen von der Qualität des Inhalts sind zu viele und zu wenige Posts die größte Hürde“, so Nick Giordullo, Marketingleiter bei MIS Solutions. Giordullo weist außerdem darauf hin, dass Unternehmer, die über eine Sammlung qualitativ hochwertiger Inhalte verfügen, Möglichkeiten finden sollten, diese zu nutzen. Erstelle im Idealfall zunächst eine Bibliothek mit hochwertigen Inhalten und veröffentliche regelmäßig Variationen dieser Inhalte. Ein längerer Blogartikel könnte beispielsweise in mehrere kurze Tweets oder Facebook-Posts aufgeteilt werden.
Bestimme zunächst, wie oft du realistischerweise posten kannst und wie viel Zeit du für die Interaktion mit deinem Publikum reservieren willst. Selbst wenn du pro Woche nur einen Social-Media-Beitrag teilen und 5 Minuten Engagement einplanen kannst, werden sich deinen Bemühungen langfristig auszahlen.
2.Beauftrage einen Freelancer mit der Erstellung von Social-Media-Posts
Als Solo-Selbstständiger hast du bereits viel Verantwortung für alle möglichen Bereiche deines Business. Wenn du über das nötige Budget verfügst, könntest du die Erstellung von Social-Media-Posts an einen Freelancer auslagern und dich zeitlich entlasten.
„Wenn du einen Freiberufler engagieren kannst, dann tu es. Du solltest deine wertvolle Zeit damit verbringen, Geschäfte abzuschließen“, so Giordullo. Um in den sozialen Netzwerken durchzustarten, brauchst du Zeit und Fachwissen. Warum das Rad neu erfinden, wenn es jemand für einen erschwinglichen Preis für dich erledigen kann?“
Social-Media-Experten haben Erfahrung in der Erstellung von Strategien für mehrere soziale Kanäle und der Erstellung von Posts. Außerdem haben sie die Tools, um verschiedene Social-Media-Profile gleichzeitig zu verwalten. Dir bleibt so mehr Zeit für geschäftskritische Aufgaben wie Verkaufsgespräche.
Zurück zum Punkt der Nachhaltigkeit: Es ist für eine Person unmöglich, auf allen Kanälen präsent zu bleiben. Das ist der schnellste Weg zu einem Social-Media-Burnout.
„Ein häufiger Fehler besteht darin, auf allen Plattformen vertreten zu sein“, sagt Brad Smith, CEO und Innenarchitekt bei Omni Home Ideas. „Konzentriere dich auf ein bis zwei Plattformen, auf denen dein Publikum am aktivsten ist.“ Wenn du im B2C-Bereich unterwegs bist, ziehe Plattformen wie Instagram oder TikTok in Betracht, auf denen du deine Produkte präsentieren kannst. Beispielsweise könnten deine Instagram-Beiträge häufige Kundenprobleme angehen. Und dann nutze Reels, um Produkte zu präsentieren.
Verwende deine Reels auf TikTok auch im Laufe der Zeit für andere Zwecke. So baust du eine treue und kaufkräftige Fangemeinde auf einem Kanal auf.
Als Geschäftsinhaber solltest du so viel wie möglich automatisieren. Bei Social Media eignen sich dafür die drei Bereiche:
Content-Planung,
Terminplanung und
Performance-Analyse.
Lindsey Chastain, Mitbegründerin von The Waddle and Cluck, empfiehlt KI-Tools zur Content-Erstellung wie Canva und Analysetools wie Metricool, um die Dinge in Gang zu bringen. Wähle anschließend Software mit Integrationen für deine Lieblingstools oder Chrome-Erweiterungen. „Wenn du ein Social-Media-Planungs- oder Überwachungstool verwendest, erhältst du bessere Einblicke in die Leistung deiner Beiträge“, erklärt Chastain. „Da die Datenmenge überwältigend sein kann, verwende ich Metricool, um eine Vorstellung von den besten Tageszeiten zum Posten zu bekommen. Ich verwende das als Richtlinie. Ich überprüfe auch, wie gut jeder Beitrag war. Gab es ein bestimmtes Format, das besser funktionierte? Haben kürzere Videos besser abgeschnitten als längere Videos? Dann passe ich meine Strategie entsprechend an.“
Hier sind einige Tool-Optionen, die du in Betracht ziehen könntest:
Generator für Content-Ideen (HubSpot Ideas Generator, ChatGPT)
Copywriting für soziale Medien (Jasper, Copy.ai)
Social-Media-Planung (Buffer, Hootsuite)
Social-Media-Analyse (Metricool, Sprout Social)
Social-Media-Design (Canva, Adobe Express)
Soziale Netzwerke sind eine hervorragende Möglichkeit, um deine Marke bekannter zu machen und deine Produkte oder Dienstleistungen zu vermarkten. Mit einer wachsenden globalen Benutzerbasis auf jeder Plattform sind die Möglichkeiten endlos.
Doch als Solo-Selbstständige oder Solo-Selbstständiger ist deine Zeit knapp. Warum nicht den mühsamen Teil dieser Arbeit auslagern? Stelle einen freiberuflichen Social-Media-Strategen und Social-Media-Manager ein, der diese Aufgaben für dich übernimmt. Sie erledigen alles für dich: von der Marktforschung über die Erstellung deines Social-Media-Kalenders bis zur Veröffentlichung von Posts und der Analyse von Kennzahlen. Darüber hinaus beobachten sie Markt- und Social-Media-Trends und helfen dir, das Potenzial dieser Plattformen maximal auszuschöpfen.
Und das Beste daran? Sie arbeiten eng mit dir zusammen, um deine Marke und Produkte ins beste Rampenlicht zu rücken.
