In 11 Schritten eine Website selbst erstellen

Erfahre in dieser ultimativen Anleitung, wie du kostenlos oder mit geringen Programmierkenntnissen in 11 Schritten deine eigene Website erstellst.

Von: R. Paulo Delgado
3. November 2023
14 Minuten lesen
In 11 Schritten eine Website selbst erstellen

Du hast beschlossen, in eine Unternehmenswebsite zu investieren. Glückwunsch! Aber was nun? 

Natürlich kannst du einen Webdesigner mit der Erstellung deiner Website beauftragen. Doch das kostet meist mehrere tausend Euro und dauert einige Monate. Die Alternative? Du erstellst deine Website einfach selbst! 

Die gute Nachricht: es ist durchaus möglich, die gesamte Website oder zumindest den größten Teil davon selbst zu erstellen. Anschließend kannst du bei Bedarf einen professionellen Webentwickler oder Webdesigner für erweiterte Funktionen beauftragen.

In dieser Anleitung erfährst du, wie du in 11 Schritten eine Website selbst erstellst. Los geht’s!

1. Entscheide dich für einen Domainnamen und Hosting-Anbieter

Bevor du eine Website einrichten kannst, benötigst du einen Domainnamen und einen Webhosting-Anbieter. Alle Websites werden irgendwo gehostet.
Webhosting bezeichnet die Speicherung der Dateien einer Website. Wenn Nutzer einen Browser wie Chrome, Safari, Firefox oder Edge öffnen und eine Webadresse eingeben, ruft der Browser die Dateien für diese Website vom Host ab. 
Beispiele für beliebte Website-Hosting-Anbieter in Deutschland sind:
Achte darauf, ob sich die Server der Anbieter in Deutschland befinden und welche Leistungen im Paket enthalten sind.

SSL-Zertifizierung

Das Akronym SSL steht für Secure Socket Layer und ist eine Art Sicherheitsschild für deine Website. Wenn du eine Website siehst, die mit „https://“ beginnt und möglicherweise ein kleines Vorhängeschloss-Symbol in der Adressleiste enthält, bedeutet das, dass sie über SSL verfügt.
Mit der SSL-Zertifizierung wird sichergestellt, dass die Informationen, die die Besucher auf der Website eingeben oder erhalten, wie Kreditkartendaten oder Passwörter, vertraulich und sicher bleiben.
Eine SSL-Zertifizierung ist heutzutage für alle Websites unerlässlich, nicht nur aus Sicherheitsgründen, sondern auch, weil es das Vertrauen der Besucher in deine Website stärkt.

Registriere einen Domainnamen

Nach der Anmeldung für einen Webhosting-Plan führt dich der Webhosting-Anbieter durch die Registrierung einer Domain. Manchmal bieten diese Firmen im Rahmen ihres Pakets sogar einen kostenlosen Domainnamen an.
Die Domain ist wie die Eingangsadresse einer Website. Sie sollte zu deinem Unternehmen und deiner Zielgruppe passen. Bei der Auswahl einer Domain kannst du außerdem aus verschiedenen Domain-Endungen wählen, die jeweils unterschiedliche Zielgruppen ansprechen:
  • .de: für Organisationen in Deutschland
  • .com: für gewerbliche, oft internationale Anbieter
  • .org: für (oft gemeinnützige) Organisationen
  • .net: für Netzwerkinfrastrukturen
  • .edu: für Bildungseinrichtungen
  • .gov: für Behörden und Regierungsorganisationen
  • .store: für Einzelhandelsunternehmen

Beliebte Domain-Registrare

Viele Webhosting-Anbieter bieten auch eine Domain-Registrierung an. Daneben gibt es spezielle Domain-Registrare, die die Registrierung von Internet-Domains anbieten. Zu den bekannten Domain-Registraren in Deutschland gehören:
  • Ionos
  • Shopify
  • Google Domains
  • Strato
Achte bei der Auswahl eines Domain-Registrars vor allem auf die Preisgestaltung, den Registrierungszeitraum, automatische Verlängerungen und den Schutz deiner persönlichen Daten (WHOIS-Schutz). Hüte dich vor allem vor Anbietern, die dir viele (teure) Add-ons verkaufen wollen.
3 Tipps zur Auswahl einer Domain:
  1. Halte sie kurz.
  2. Mach sie unvergesslich.
  3. Richte sie an deinen Dienstleistungen oder Produkten aus.
Du kannst den Domainnamen später jederzeit ändern. In diesem Fall ist es jedoch ratsam, einen Webentwickler und einen SEO-Experten zu engagieren, damit die alte Domain ordnungsgemäß auf den neuen benutzerdefinierten Domainnamen umgeleitet wird.

2. Lege das Hauptziel der Website fest

Das Hauptziel und die Art der benötigten Website bestimmen die Plattform, die du zum Erstellen der Website verwenden solltest.

Statische Websites

Eine statische Website ist eine Website, die sich kaum verändert und über keine zusätzlichen Funktionen verfügt. Statische Websites werden mit HTML und CSS erstellt:
  • HTML bedeutet HyperText Markup Language und bezieht sich auf die Programmiersprache hinter jeder Webseite im Internet. 
  • CSS bedeutet Cascading Style Sheets und bezieht sich auf die Stilinformationen für jede Website, wie Farben, Layout und Schriftarten. 
Viele Website-Hosts bieten Website-Builder an, mit denen du die Website mithilfe von Drag-and-Drop-Tools erstellen kannst. Der Website-Builder generiert dann die notwendigen HTML- und CSS-Dateien.
Hostinger-Website-Builder
Für komplexere Bearbeitungen solltest du einen Webentwickler beauftragen. Solche statischen Websites benötigen jedoch in der Regel wenig Wartung. 

Websites für regelmäßige News und Blogs

Wenn du vor allem über News berichtest oder Blogger bist, empfiehlt sich ein Content-Management-System (CMS) wie WordPress oder Drupal. Mit einem solchen System kannst du regelmäßig mühelos Inhalte auf deiner Website veröffentlichen. 
Beide Plattformen haben ihre Vor- und Nachteile.
Das sind die Hauptunterschiede zwischen diesen beiden Systemen:
  • Drupal ist im Allgemeinen einfacher einzurichten, auf lange Sicht jedoch weniger flexibel.
  • WordPress erfordert mehr Wartung, ist aber äußerst flexibel und bietet viele leistungsstarke Funktionen.
Hostinger bietet beispielsweise eine „One-Click-Installation“-Option für WordPress. 
Ein CMS bietet außerdem viel mehr Flexibilität und Funktionalität als statische Websites.

E-Commerce-Websites

Wenn du auf deiner Website Artikel verkaufen möchtest, benötigst du eine E-Commerce-fähige Plattform. Mit Plugins wie WooCommerce kannst du WordPress als Webshop nutzen. Alternative E-Commerce-orientierte Plattformen sind Shopify oder Magento.

Web-App-Website

Eine Web-App oder Webanwendung ist eine Website, die Benutzern softwareähnliche Funktionen bietet. Im Wesentlichen ist jede Website eine Art Web-App, aber nicht alle Websites bieten die komplexe Funktionalität, die Web-Apps auszeichnet. Google Docs und Facebook sind Paradebeispiele für Web-Apps.
Zu den beliebtesten Programmiersprachen für die Erstellung von Web-Apps gehören JavaScript, Python und Ruby. Neben diesen Sprachen gibt es Frameworks wie Node.js für JavaScript, Django für Python und Ruby on Rails für Ruby, die den Entwicklungsprozess optimieren.
Heutzutage ist es möglich, mit geringen Programmierkenntnissen eine Web-App zu erstellen. Wenn du jedoch eine anspruchsvolle oder individuelle Web-App entwickeln möchtest, empfehlen wir die Zusammenarbeit mit einem professionellen Webentwickler.

3. Definiere die erforderlichen Fertigkeiten für dein Projekt

Die Erstellung einer neuen Website ist ein Balanceakt zwischen:
  • deinen vorhandenen Fertigkeiten
  • deinen Ansprüchen und
  • deinem Budget.
Je weniger eigene Fertigkeiten du mitbringst, desto mehr wirst du bei komplexen Websites an andere bezahlen müssen. Je höher deine Ansprüche, desto mehr Budget benötigst du.
Um dein Budget zu reduzieren, könntest du beispielsweise ...
  • neue Fertigkeiten erlernen,
  • die Komplexität der Website verringern oder
  • einen Freelancer für die schwierigsten Punkte der Website-Erstellung beauftragen.
Auf dem Fiverr-Marktplatz findest du viele Experten, die dir in verschiedenen Phasen helfen können, wenn du eine hochkomplexe Website entwickeln willst. 
Website-Builder-Tools erfordern die geringsten Kenntnisse. Der Nachteil? Die resultierende Website wird nur eingeschränkte Funktionen haben. 

4. Gestalte die Website

Website-Design unterscheidet sich von Website-Entwicklung. Du kannst eine Website ohne HTML-, CSS- oder Programmierkenntnisse entwerfen – eventuell sogar mit Stift und Papier. 
Aber die Entwicklung einer Website erfordert Programmierkenntnisse. 
Beim Website-Design geht es darum, die Website-Elemente so zu gestalten, dass sie ästhetisch ansprechend sind und ein hervorragendes benutzerfreundliches Erlebnis bieten. Einige Dinge, die Webdesigner berücksichtigen müssen, sind:
  • ein Header: Dieses Schlüsselelement wird oben auf jeder Seite angezeigt und kann Elemente wie das Website-Logo, Navigationslinks und Kontaktdaten enthalten.
  • Branding: Bevor du deine Website gestalten kannst, benötigst du eine Markenidentität. Das Branding bezieht sich auf die visuellen Elemente, die deine Marke kommunizieren, wie die verwendete Farbpalette, Typografie, Logos und Bilder. (Benötigst du ein Logo? Verwende den Fiverr Logo Maker.)
  • Farben: Verwende Farben, die zu deiner Marke passen und optisch ansprechend sind.
  • Schriftarten: Leicht lesbare Schriftarten tragen zu einem benutzerfreundlichen Erlebnis bei.
  • Bilder: Nutze relevante und hochwertige Bilder, die den Inhalt und das Design ergänzen.
  • Bildschirmauflösungen: Stelle sicher, dass das Design auf verschiedenen Bildschirmgrößen gut aussieht.
  • Barrierefreiheit: Achte bei der Gestaltung auf die Barrierefreiheit, damit alle Benutzer, auch Menschen mit Einschränkungen, die Website nutzen können.
  • Mobile Reaktionsfähigkeit: Laut Statista greifen rund 58 Prozent aller Nutzer über mobile Geräte auf Websites zu. Mithilfe einer für Mobilgeräte geeigneten Website stellst du sicher, dass deine Website unabhängig vom verwendeten Gerät gut aussieht und funktioniert.
  • Leerraum: Leerraum oder Whitespace ist der leere Bereich zwischen Designelementen. Damit können Inhalte besser lesbar und das Layout optisch ansprechender gestaltet werden.
  • Navigation: Stelle sicher, dass die Navigation auf der Website intuitiv und unkompliziert ist. So finden Besucher die gesuchten Inhalte oder Seiten schneller, was zu einer benutzerfreundlichen Erfahrung beiträgt.
Sobald das Design fertig ist, kann ein Webentwickler dieses Design in den erforderlichen Code umwandeln, der für die Anzeige dieses Designs auf verschiedenen Geräten erforderlich ist.

Such dir Unterstützung von einem WordPress-Profi

Vorbereitung mit Wireframes

Wireframes sind ein wesentlicher erster Schritt beim Website-Design. Du entwirfst die Umrisse der Website-Elemente mithilfe einer Software oder auf Papier. 
Wireframes sind eine Art Blaupause oder Grundriss für eine Website. Sie dienen dazu, die grundlegende Struktur und das Layout einer Webseite zu skizzieren, bevor die eigentliche Design- und Entwicklungsarbeit beginnt.
Mit Wireframes sparst du viel Zeit und Geld. Sie geben dir eine klare Vorstellung vom gewünschten Design, bevor du mit der Erstellung der Website beginnst oder jemanden dafür bezahlst. 
Charles McElwee, Miteigentümer der Digital Marketing Agentur Limelight Listings in Florida, empfiehlt, die gesamte Website-Struktur vor der Programmierung zu entwerfen. „Besorg dir ein großes Whiteboard und zeichne die gesamte Hierarchie der Seiten auf“, erklärt er im Gespräch mit Fiverr. „Plane alles bis hin zur internen Verlinkung im Voraus. Ich begann erst spät damit, aber mithilfe dieses Wireframes wurde der Prozess viel einfacher.
Website-Wireframe
Nachfolgend stellen wir dir drei beliebte Optionen für die Website-Erstellung vor:
  • mit WordPress
  • mit HTML und CSS
  • mit Website-Buildern

Option 1: Website-Erstellung mit WordPress

Wenn du dich für die Open-Source-Software WordPress entscheidest, wählst du wahrscheinlich eine Website-Vorlage als Basisdesign. WordPress bietet über 10.000 kostenlose Themes und viele erschwingliche Premium-Themes an. 
Du kannst Premium-Themes vom offiziellen WordPress-Theme-Repository oder von Drittanbietern beziehen.
Einige Themes ermöglichen weitaus mehr Anpassungen als andere. Bei vielen kannst du die Farben und Schriftarten der Website ganz einfach anpassen. Einige Themes, wie zum Beispiel Divi verfügen über Drag-and-Drop-Funktionen, mit denen du die Website komplett selbst gestalten kannst. Plugins wie Elementor bieten eine vollständige Theme-Builder-Funktionalität mit Drag-and-Drop.
Sei jedoch vorsichtig bei der Verwendung dieser hochgradig anpassbaren Vorlagen. Zu viele Anpassungen im Frontend einer WordPress-Website könnten die Datenbank überlasten und die Website verlangsamen, was sich negativ auf die Suchmaschinenoptimierung auswirkt.
Es ist auch leicht, sich von all den Anpassungsoptionen mitreißen zu lassen und Stunden mit einer kleinen Änderung zu verschwenden.
Tipp: Vermeide unbedingt den Aufbau einer langsamen Wordpress-Website.
Oftmals ist es einfacher, einen professionellen WordPress-Experten mit der Entwicklung eines auf Leistung getrimmten WordPress-Themes zu beauftragen. 

WordPress-Sicherheit

Als eines der beliebtesten Content-Management-Systeme wird WordPress häufig zum Ziel von Hackern und böswilligen Angriffen. Zu den häufigsten Sicherheitsproblemen gehören:
  • Brute-Force-Angriffe: Dabei versuchen Angreifer mit zahlreichen Passwortkombinationen, sich Zugriff auf eine Website zu verschaffen.
  • Malware-Infektionen: Hierbei wird schädliche Software in deine Website eingeschleust, um deine Website zu beschädigen oder Daten zu stehlen.
  • SQL-Injections: Angreifer können Zugriff auf deine Datenbank erhalten und den Inhalt deiner Website manipulieren.
So schützt du deine Website:
  • Mit Plugins: Zahlreiche Sicherheits-Plugins wie Wordfence, Sucuri Security und iThemes Security schützen deine Website vor Angriffen. Diese Plugins können böswillige Angriffe blockieren, nach Malware suchen und Firewall-Schutz bieten.
  • Mit einem Sicherheitsexperten: Wenn du technisch nicht so versiert bist oder deine Website vertrauliche Informationen verarbeitet, solltest du die Zusammenarbeit mit einem Sicherheitsexperten in Betracht ziehen. Diese Profis können robuste Abwehrmaßnahmen einrichten, deine Website auf Bedrohungen überwachen und bei Problemen schnell reagieren.

Option 2: Website-Erstellung mit HTML und CSS

Verschiedene Website-Builder bieten unterschiedliche Funktionen. Einige setzen auf eine Drag-and-Drop-Oberfläche, bei anderen kannst du lediglich eine Vorlage auswählen und allein die Schriftarten und Farben anpassen. 
Auch das Erlernen von HTML und CSS ist keine allzu große Herausforderung und kann durchaus lohnend sein. Nathan Claire, Immobilieninvestor und Gründer von Buying Jax Homes, eignete sich grundlegende Programmierkenntnisse an, als er seine eigene Website erstellte.
“Ich lernte, wie man einfache Codes schreibt und damit das Aussehen der Website verändern kann. Bevor ich mit der Erstellung meiner Website begann, hatte ich davon keine Ahnung. Es hat mir gezeigt, dass alles, was wir online sehen, eine tiefere Unterstruktur hat, die dafür verantwortlich ist, wie uns die Dinge präsentiert werden.”
Nathan Claire, Immobilieninvestor und Gründer von Buying Jax Homes
Die Fiverr-Homepage wird mit HTML-, CSS- und Bilddateien erstellt, die dein Browser interpretiert und auf eine bestimmte Weise anzeigt:
Fiverr-Homepage, wie sie vom Browser angezeigt wird
Und hier ist der HTML-Code, der hinter der Fiverr-Homepage steht.

Option 3: Website-Erstellung mit Website-Buildern

Nicht jeder möchte Programmieren lernen oder hat dazu Zeit und Muße. Glücklicherweise gibt es mehrere Website-Builder, mit denen du deine Website ohne Programmierkenntnisse entwerfen und erstellen kannst:
  • Wix und Squarespace bieten beispielsweise intuitive Drag-and-Drop-Oberflächen sowie zahlreiche Vorlagen und Tutorials. Damit gelingt auch Anfängern die Erstellung einer attraktiven Website.
  • Webflow ist zwar immer noch benutzerfreundlich, bietet aber erweiterte Funktionalitäten und eignet sich hervorragend für diejenigen, die ohne umfassende Programmierung etwas tiefer eintauchen möchten.
  • HubSpot hingegen ist nicht nur ein Website-Builder, sondern eine integrierte Plattform, die Website-Design mit Marketing-Tools kombiniert.
Das Schöne an diesen Buildern? Du kannst in einem Bruchteil der Zeit eine professionelle Website erstellen. Wie bei jedem Werkzeug ist es jedoch wichtig, eines zu wählen, das deinen Anforderungen, ästhetischen Vorlieben und dem gewünschten Grad an Individualisierung entspricht.

5. Lege die erforderlichen Seiten fest und füge den Website-Text hinzu

Nach der Fertigstellung des Designs musst du festlegen, welche Seiten du benötigst. 
Jede Seite verfügt möglicherweise über ein eigenes Unterdesign, das speziell auf diese Seite zugeschnitten ist. Eine Team-Seite würde wahrscheinlich Bilder von Teammitgliedern enthalten, die du in einem Karussell oder Raster anzeigen könntest. 
Eine Portfolio-Seite enthält möglicherweise große Bilder und wenig Text, während eine FAQ-Seite vor allem auf Text setzt. 
Es ist viel einfacher, diese Seiten zu gestalten, wenn du das Gesamtdesign ausgearbeitet hast. 
All diese Seiten benötigen Text, der zum Ton deiner Marke passt – einige davon sind textlastiger als andere.
Es ist eine gute Idee, einen UX-Autor (User Experience Writer) für die Seiten mit minimalem Text zu engagieren. Diese Texter sind auf Microcopy spezialisiert und versuchen, Konzepte so professionell wie möglich in wenigen Worten zu vermitteln und dabei den Anforderungen der Website und dem Gesamtdesign treu zu bleiben. 
Für längere Texte empfehlen wir dir folgende Richtlinien. Der Text sollte ...
  • sich an deine Zielgruppe richten,
  • zum Markenton passen,
  • inhaltlich überzeugen,
  • gut lesbar sein,
  • optisch ansprechend aussehen (zum Beispiel durch eine gut lesbare Schriftart) und
  • die richtigen SEO-Keywords verwenden.
Ergänze deine Website auch um Social Proof, also Kundenrezensionen oder positive Social-Media-Bewertungen. 
Benötigst du Hilfe bei der Erstellung dieser Texte? Dann such dir Unterstützung von einem professionellen Texter auf Fiverr

Arbeite mit einem Profi-Texter zusammen

6. Füge Bilder hinzu

Jede Seite benötigt mindestens ein Bild, das den Text ergänzt oder ein Konzept verdeutlicht. Diese Bilder sind vom primären Design getrennt, sollten aber zum Gesamtbild der Website und zum Ton der Marke passen. 
Du würdest beispielsweise kein lustiges Bild auf einer Website für Rechtsanwälte platzieren, die einen seriösen Ton vermittelt. 
Bilder sind entweder dekorativ oder erklärend. Idealerweise sollten selbst dekorative Bilder mit Elementen versehen sein, die zu deinem Branding passen. Du findest solche Bilder auf lizenzfreien Websites wie Unsplash und Shutterstock. Lass sie anschließend von einem professionellen Bildbearbeiter an das Branding deiner Marke anpassen. 
Blogbeiträge benötigen praktisch immer mindestens ein zugehöriges Bild. Es ist eine gute Idee, einen Grafikdesigner damit zu beauftragen, Bilder an deinen Markenauftritt anzupassen. Viele Fiverr-Verkäufer bieten Rabatte für Monatsabonnements an.
Diese Blogbilder passen alle zur Fiverr-Marke

7. Erfülle alle rechtlichen Anforderungen

Strenge gesetzliche Anforderungen wie die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in Deutschland verpflichten Websitebetreiber zur Veröffentlichung:
  • einer Datenschutzrichtlinie
  • eines Impressums und
  • einer Cookie-Richtlinie.
Auch wenn du eine statische Website ohne Analyse-Tracking und ohne Kontaktformular erstellt haben solltest, benötigst du aufgrund der Art und Weise, wie Hosts Webseiten bereitstellen, wahrscheinlich dennoch eine Datenschutzrichtlinie. 
Die juristische Sprache dieser Seite kann für Laien eine große Herausforderung darstellen.
Wir empfehlen dir, die Dienste einer auf Internetrecht spezialisierten Rechtsanwältin oder eines Rechtsanwalts hierfür in Anspruch zu nehmen und dich juristisch beraten zu lassen. 
Ein Impressum-Generator hilft dir bei der Erstellung eines personalisierten Impressums. Einige Anbieter bieten diesen Service kostenlos an. 
Tipp: Antworten zu allen wichtigen Fragen rund ums Impressum findest du im Artikel „Wie erstelle ich ein Impressum für meine Website?
Nachfolgend findest du ein Beispiel für ein Impressum eines Einzelunternehmens:

8. Integriere Zahlungsoptionen (optional)

Wenn du einen Online-Shop betreibst, musst du eine Zahlungsverarbeitung integrieren, um Produkte oder Dienstleistungen auf deiner Website verkaufen zu können. Dies ist für WordPress- und Squarespace-Websites relativ einfach.
Technisch gesehen lassen sich Zahlungsverarbeiter auch in eine statische Website integrieren, aber das wird irgendwann zu komplex. Wenn du eine statische Website besitzt und diese in eine E-Commerce-Site umwandeln möchtest, empfehlen wir ein Upgrade der Website auf WordPress oder Squarespace
WordPress verfügt über mehrere Plugins, die E-Commerce-Funktionalität implementieren. Am beliebtesten ist WooCommerce, das von den Herstellern von WordPress betrieben wird. 
Squarespace verfügt über E-Commerce-Funktionalität in seinem Commerce-Paket, das jährlich 27 $/Monat und bei monatlicher Zahlung 36 $/Monat kostet. 

9. Optimiere deine Website für Suchmaschinen (SEO)

Hurra, deine Website ist endlich live. 🎉 Als Nächstes solltest du deine brandneue Website für Suchmaschinen optimieren, damit sie für strategische Keywords hoch oben in den Suchergebnissen angezeigt wird.
Die Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist ein fortlaufender Prozess, einige Grundlagen sollten jedoch von Anfang an gelegt werden, dazu gehören:
  • eine kurze Ladezeit der Website insbesondere für Mobiltelefone
  • wichtige und sinnvolle Keywords in den Seitentiteln
  • aussagekräftige und prägnante Seitenbeschreibungen
  • gut strukturierte Artikel mit ansprechenden Überschriften
  • eine korrekte Keyword-Dichte
  • interne Links, die die Sichtbarkeit von Pillar-Seiten verbessern
  • interne Links mit den richtigen Keywords
  • keine defekten Links
  • komprimierte Bilder
  • ein optimiertes Websitedesign und ein schlanker Code. 
Das Thema kann ziemlich technisch werden. Es ist daher eine gute Idee, mit einem SEO-Experten zusammenzuarbeiten, der dich bei der Umsetzung all dieser Grundlagen unterstützt. 
Wenn du WordPress nutzt, kannst du viele Grundlagen selbst umsetzen, indem du ein beliebtes SEO-Plugin wie RankMath oder Yoast installierst.
Für gute SEO-Ergebnisse solltest du regelmäßig qualitativ hochwertigen Content erstellen. Es gibt mehrere KI-Tools, die dir bei der Erstellung von Website-Inhalten helfen.
Tipp: Mach dir KI-Tools zunutze! Im Artikel „KI für SEO“ erfährst du mehr zu nützlichen KI-Tools, die dir dabei helfen, deine Sichtbarkeit in Google zu verbessern.
Tipp: Mach dir KI-Tools zunutze! Im Artikel „KI für SEO“ erfährst du mehr zu nützlichen KI-Tools, die dir dabei helfen, deine Sichtbarkeit in Google zu verbessern.

Lass dich von einem SEO-Experten unterstützen

10. Verfolge, analysiere und verbessere deine Website-Performance 

Idealerweise solltest du Website-Analysetools wie Google Analytics oder Hotjar installieren, um den Datenverkehr und die Leistung deiner Website zu verfolgen. 
Google Analytics bietet detaillierte Einblicke in Metriken wie beispielsweise:
  • wie lange Besucher auf einer Unterseite verweilen
  • wie lange Besucher auf der Website verweilen
  • aus welchem Land die Besucher stammen
  • über welche Websites oder Social-Media-Plattformen Besucher auf deine Website gelangen
  • mit welchen Geräten Besucher auf deine Website zugreifen
  • wie viele Besucher auf deine Website zurückkehren
Du kannst die Daten auch „aufschlüsseln“, um hochspezifische Erkenntnisse pro Metrik zu erhalten und zum Beispiel sehen, wie lange Besucher über ein Mobilgerät im Vergleich zu Besuchern über einen Desktop-Computer auf deiner Website verweilen. 
Dank dieser Detailgenauigkeit erkennst du Probleme schnell und kannst sie unverzüglich beheben, beispielsweise, wenn du feststellst, dass mobile Nutzer deine Website viel schneller verlassen als Desktop-Benutzer. Dies könnte auf ein Problem mit der mobilen Version deiner Website hindeuten.
Wenn du bemerkst, dass nach einem Nachrichtenartikel plötzlich viele ausländische Besucher auf deine Website kommen, aber nur kurz verweilen, könntest du einen Übersetzer mit der Übersetzung deiner Website beauftragen und möglicherweise neue Kunden gewinnen.

11. Entwirf einen Website-Wartungsplan

Die Erstellung einer Website ist nur der Anfang, ebenso wichtig ist ihre effektive Wartung. Ein robuster Website-Wartungsplan stellt sicher, dass deine Website in Topform bleibt, für Benutzer sicher ist und eine optimale Performance liefert. Sorge für Folgendes:
  • Sicherheitsprüfungen: Angesichts der zunehmenden Bedrohung durch Cyberangriffe ist die regelmäßige Überwachung deiner Website auf Schwachstellen von entscheidender Bedeutung. Dazu gehört die Prüfung auf Software-Updates, Patches und potenzielle Risiken.
  • Backups: Stelle sicher, dass du über einen routinemäßigen Backup-Prozess verfügst. Backups schützen dich vor potenziellen Datenverlustszenarien wie Hacks oder Serverausfällen. Automatische tägliche oder wöchentliche Backups können je nach Dynamik deiner Website zum Lebensretter deines Business werden.
  • Leistung und Geschwindigkeit: Möglicherweise wird deine Website mit der Zeit langsam und träge, je mehr Inhalte du hinzufügst oder wenn deine Plugins veraltet sind. Überwache daher regelmäßig die Ladezeit deiner Website und optimiere sie, um den Besuchern das beste Erlebnis anzubieten.
  • Regelmäßige Updates: Halte die Software, Plugins und Themes deiner Website immer auf dem neuesten Stand. Veraltete Software kann zu Sicherheitslücken und Leistungsproblemen führen.
  • Content-Audits: Überprüfe und aktualisiere regelmäßig den Inhalt deiner Website. Dies gewährleistet Relevanz und Genauigkeit und verbessert deine SEO-Ergebnisse.
  • Andere Prüfungen: Stelle sicher, dass keine defekten Links vorhanden sind, alle Formulare ordnungsgemäß funktionieren und dass alle Multimedia-Elemente richtig geladen werden und funktionieren.
Die Pflege einer Website kann lästig erscheinen, insbesondere wenn du als Unternehmer für viele Dinge in deinem Business verantwortlich bist. Wenn dich diese Aufgaben überfordern oder du dafür keine Zeit hast, solltest du darüber nachdenken, einen Profi mit der Wartung deiner Website zu beauftragen.
Auf Plattformen wie Fiverr findest du zahllose Experten, die sich auf die Wartung von Websites spezialisiert haben, und dafür sorgen, dass deine Website immer in einem Tipptopp-Zustand ist.

Tipps von Unternehmern, die erfolgreich ihre Website selbst erstellt haben

Wir fragten mehrere Unternehmer nach ihren persönlichen Tipps für die Erstellung von Websites: 
Tipp: Schaue dir andere Websites in deiner Nische an.
Bunmi Jenfa, eine preisgekrönte Juristin und Gründerin von The Law of F.E. betreibt seit 2016 ihre eigene Website. Im Jahr 2021, während sie Vollzeit bei einer Rechtsanwaltskammer arbeitete und Teilzeit für das Staatsexamen studierte, erstellte sie die aktuelle Version ihrer Website mit Squarespace. 
Ich fand Squarespace viel benutzerfreundlicher“, erzählt sie Fiverr, „und die Auswahl an Designs, die zu meiner Markenidentität und meiner Nische passten, war großartig. Ich nutze Squarespace seit fast sieben Jahren und habe meine Website zweimal geändert. Ich habe sie beispielsweise um andere Funktionen wie E-Commerce und Abonnements erweitert.
Die Website von The Law of F.E.
Jenfa empfiehlt, sich Zeit für die Recherche zu nehmen und Websites in deiner Branche anzusehen, bevor du deine eigene Website entwirfst: „Notiere dir, was dir an diesen Websites gefällt und was nicht. Damit erhältst du eine klare Vorstellung davon, was du dir für deine eigene Website wünschst.

Beauftrage einen Freelancer mit der Erstellung deiner Website

Fast alle von uns befragten Unternehmer sagten, dass die Erstellung ihrer Website enorm viel Zeit in Anspruch nahm. 
Nathan Claire von Buy Jax Homes ist der Meinung, dass es für manche Unternehmer besser sei, jemanden damit zu beauftragen. „Ich habe monatelang an meiner Website gearbeitet, was sehr zeitaufwendig und nervenaufreibend war. Es erforderte viel Hingabe und Ausdauer. Manchmal hatte ich das Gefühl, sie würde nie fertig werden! Das war ein harter mentaler Kampf. Angesichts der Hektik unseres Lebens ist es für manche Menschen möglicherweise am besten, eine Person oder ein Unternehmen mit der Erstellung einer Website zu beauftragen
Liz Sweeney, ein Kommunikations- und Marketingprofi und Inhaberin der Marketingagentur Dogwood Solutions, dachte, dass sie angesichts ihrer über 20-jährigen Erfahrung in der Webentwicklung eine spektakuläre Website ganz alleine erstellen könnte. 
Sie nutzte WordPress, bezahlte für Premium-Upgrades und optimierte ihr Theme. „Und das Ergebnis war … okay“, erzählt sie Fiverr. „Aber mir wurde schnell klar, dass ich keine Designfähigkeiten habe, und das zeigte sich. Es gab Funktionen, die auf dem Desktop in Ordnung aussahen, auf Mobilgeräten jedoch schrecklich. Und es gab Funktionen, die ich einfach nicht in den Griff bekam, hauptsächlich in CSS.
Die Website von Dogwood Solutions
Sweeney stellte ein kleines Team von Freiberuflern zusammen und gestaltete die Website mit ihrer Hilfe komplett neu. „Wir befassten uns mit der Customer Journey und schrieben forschungsbasierte Texte“, erzählt sie Fiverr. „Die Zusammenarbeit mit Freiberuflern ist großartig, aber am besten ist es, wenn der Auftraggeber eine Struktur einrichtet, über die die Freiberufler problemlos kommunizieren und zusammenarbeiten können, wie zum Beispiel Slack.

So findest du zuverlässige Freelancer auf Fiverr

Fiverr ist ein professioneller Marktplatz für Freiberufler mit Erfahrung in den Bereichen Programmierung, Webdesign, digitales Marketing und zahlreichen anderen Bereichen im Zusammenhang mit der Webentwicklung
Um den richtigen Freelancer zu finden, der dich bei der Erstellung einer Website mit Code oder HTML unterstützt, besuche Fiverr.com und:
  • durchsuche die Dienstleistungskategorien im oberen Menü oder
  • gib in das Suchfeld die gewünschte Berufsbezeichnung ein, zum Beispiel WordPress-Entwickler
Suche direkt in der Fiverr-Datenbank nach einem Freelancer oder durchsuche die Kategorien
Eine Website selbst zu erstellen, kann eine unglaublich lohnende Erfahrung sein. Stelle sicher, dass die Website von höchster Qualität ist, indem du mit Profis auf Fiverr zusammenarbeitest, die die schwierigen Schritte für dich erledigen. So erweckst du deine Website schnell zum Leben.
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R. Paulo Delgado

R. Paulo Delgado is a tech and business freelance writer with nearly 17 years of software development experience under his belt, including WordPress programming. He is also a crypto journalist for Moneyweb, and proudly a member of Fiverr's Pro Seller program — hand-vetted professionals, verified by Fiverr for quality and service.